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Neuseeländische Papageien - Pilzerkrankung bedroht Kakapos

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Eine Rekord-Brutsaison mit 77 lebendigen Küken ließ auf eine nachhaltigere Erholung der Kakapo-Bestände hoffen. Doch jetzt gibt es einen Rückschlag.

Ein Kakapo füttert seinen Nachwuchs. Archivbild
Kakapo beim Füttern - mehrere Küken sind an der Pilzerkrankung gestorben.
Quelle: Don Merton/Umweltministerum Neuseeland/dpa

Nach einer vielversprechenden Brutsaison schwebt der vom Aussterben bedrohte Kakapo nun erneut in Gefahr. Sieben der neuseeländischen Papageien seien in den letzten Monaten der Pilzerkrankung Aspergillose zum Opfer gefallen, teilte der Zoo in Auckland mit.

Der pummelige, flugunfähige Papagei befand sich schon einmal kurz vor dem Aussterben. In den 1990er Jahren gab es weniger als 50 Exemplare. Im Moment leben 142 Vögel auf den Inseln Codfish Island (Whenua Hou) und Anchor Island (Puke Nui).

Erkrankung ist schwer zu behandeln

"Es ist eine nie dagewesene Bedrohung und wir arbeiten wirklich hart daran zu verstehen, warum das dieses Jahr passiert", sagte der Tierarzt des Zoos von Auckland, James Chatterton, dem Sender TVNZ. Derzeit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die hohen Temperaturen zu der starken Ausbreitung von Aspergillosis führte.

"Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde bei 16 Vögeln Aspergillose diagnostiziert. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass dieses Küken das Letzte ist, das wir verlieren", teilte das
Kakapo-Bestandsprogramm der Naturschutzbehörde (DOC) auf Facebook mit. Insgesamt sind derzeit 35 Kakapos in drei neuseeländischen Tierkliniken in Betreuung und Behandlung.

Ihr Überleben verdanken die Papageien den Bemühungen von mehr als 100 Wissenschaftlern. Diese verhalfen dem Kakapo in diesem Jahr zu einer Rekord-Brutsaison: 50 Weibchen hatten 249 Eier gelegt, aus denen 77 lebendige Küken geschlüpft waren. Fünf davon sind bereits an Aspergillose gestorben, außerdem zwei ausgewachsene Vögel. Die Atemwegserkrankung sei "weit verbreitet, schwer zu diagnostizieren und noch schwerer zu behandeln", teilte der Zoo Auckland auf seiner Facebookseite mit.

Auf der Suche nach einem der seltensten Vögel der Welt

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5 min
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