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Neuseelands Premierministerin - 40 Tote bei Angriff auf Moscheen

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Es ist eine der schlimmsten Gewalttaten der jüngeren Geschichte in Neuseeland: Bei Angriffen in Moscheen fallen Schüsse - Dutzende sterben.

Polizisten in der Nähe einer Moschee in Christchurch.
Polizisten in der Nähe einer Moschee in Christchurch.
Quelle: David Alexander/SNPA/dpa

Bei einem Angriff auf Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind mindestens 40 Menschen getötet worden, teilte Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern mit. "Es ist klar, dass dies nur als terroristische Attacke beschrieben werden kann", sagte sie im Fernsehen.

Laut Polizeiangaben wurde in mindestens zwei Moscheen geschossen. Es habe vier Festnahmen gegeben. In Neuseeland ist nur eine kleine Minderheit muslimischen Glaubens. Der genaue Ablauf des Angriffs war zunächst unklar.

Nach Augenzeugenberichten hatte ein Mann zunächst in einer Moschee in der Innenstadt um sich geschossen, wo sich Hunderte Muslime zum Freitagsgebet versammelt hatten. Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse.

Bei den Festgenommenen handele sich um drei Männer und eine Frau, sagte Polizeisprecher Mike Bush. An den Fahrzeugen der Angreifer seien Sprengsätze gefunden worden, die von der Armee entschärft worden seien. Bush sprach in einer Video-Nachricht in den sozialen Netzwerken von einer "sehr ernsten und tragischen Serie an Ereignissen". "Lassen Sie uns nicht so tun, als ob es keine mehr gibt", sagte er. An alle Muslime in Neuseeland appellierte er, zuhause zu bleiben. "Unter keinen Umständen sollte irgendjemand im Land jetzt zu einer Moschee gehen."

Ardern spricht von einem der "dunkelsten Tage"

Über das mögliche Motiv der Täter sei bislang kaum etwas bekannt, berichtete ZDF-Korrespondent Normen Odenthal. Einer der Männer könnte ein 28 Jahre alter Australier sein, sagte Odenthal. Er "gilt als Rassist", was dazu passen würde, dass sich die Tat gegen Muslime und Einwanderer in Neuseeland gerichtet habe.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern verurteilte den Angriff aufs Schärfste. In einer kurzen Stellungnahme sprach die sozialdemokratische Politikerin von einem der "dunkelsten Tage" in der Geschichte ihres Landes. Für so etwas gebe es "keinen Platz in Neuseeland". Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. "Neuseeland ist deren Heimat. Sie hätten sich hier sicher fühlen sollen."

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