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New York - Bürgermeister spricht von Terrorakt

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In Manhattan rast ein Attentäter mit einem Kleinlaster in Fußgänger und Fahrradfahrer. Acht Menschen sterben. Elf werden verletzt, darunter auch eine Deutsche.

Nach dem Anschlag von New York mit acht Toten spricht der Bürgermeister der Stadt, Bill de Blasio, von einer „besonders feigen Terrortat“.

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"Das ist ein schmerzhafter Tag für unsere Stadt." Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio zeigte sich am Dienstagnachmittag bestürzt. "Eine schreckliche Tragödie auf der Westside." Es handele sich um einen "Terrorakt" der feigsten Art und Weise. Ein 29-jähriger Mann sei mit einem gemieteten Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg im Südwesten Manhattans gefahren und habe mehrere Menschen überfahren oder gerammt. Das teilten die New Yorker Polizei (NYPD) und de Blasio bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mit. Unter den Toten waren nach Angaben der Behörden der jeweiligen Länder auch eine Belgierin und fünf Argentinier. Elf Menschen wurden schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt. Darunter ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch eine Deutsche. Das deutsche Generalkonsulat New York und die Botschaft in Washington stünden in Kontakt mit den zuständigen Stellen, hieß es.

Polizeichef James O'Neill sprach von einer "Tragödie größten Ausmaßes". Die Sicherheitsvorkehrungen in der Millionenmetropole wurden verstärkt, auch für die Halloween-Paraden, die traditionell am Abend des 31. Oktober stattfinden. Es gebe aber keine Hinweise auf eine andere akute Bedrohung in der Stadt, sagte Gouverneur Andrew Cuomo.

Vermutlich ein Einzeltäter

Der Vorfall ereignete sich im Südwesten Manhattans. Auf Höhe der West Houston Street fuhr der 29-Jährige mit einem von einem Heimwerkermarkt gemieteten weißen Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg auf und passierte dort eine Strecke von etwa 20 Straßenblocks. Auf Höhe der Chambers Street direkt vor einer High School in der Nähe des World Trade Centers kollidierte der Truck mit einem Schulbus und kam zum Stehen. Der Fahrer stieg aus dem Auto aus und rief "Allahu Akbar", arabisch für "Gott ist groß", wie die Polizei bestätigte. Dann hielt er zwei Waffen hoch, die sich im Nachhinein als eine relativ ungefährliche Paintballpistole und ein Luftgewehr herausstellten. In der Nähe des Fahrzeugs fanden Ermittler Notizen auf Arabisch, die eine Verbindung mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahelegten, hieß es in Medienberichten. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür jedoch zunächst nicht.

Ein Polizist schoss dem Mann in den Bauch, er wurde festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er operiert. Beobachter erwarteten, dass er überlebt. Es werde nach niemandem mehr gefahndet, teilten die Behörden mit. Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt. Der Mann stamme nicht aus New York, hieß es. Nähere Einzelheiten zu seiner Identität wurden jedoch zunächst aus ermittlungstechnischen Gründen nicht mitgeteilt. Medienberichten zufolge stammt der Mann aus Usbekistan, kam 2010 in die USA und lebte legal mit einer Green Card im Land.

"Seien Sie New Yorker"

Der Straßenblock an der Chambers Street wurde abgesperrt, Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, Hubschrauber kreisten über der Gegend. Dutzende Schüler der High School und Schaulustige standen an den Absperrungen. Auf den Straßen stauten sich tausende von Fahrzeugen. Wegen des Halloween-Fests waren zudem deutlich mehr Menschen auf den Straßen unterwegs als sonst. "Wir denken an die Menschen unserer großartigen Gastgeberstadt; heute sind wir alle im UN-Hauptquartier New Yorker", schrieb UN-Generalsekretär António Guterres via Twitter. Er sei "geschockt und zutiefst traurig". New York sei als weltweites Symbol der Freiheit getroffen worden, sagte New Yorks Gouverneur Cuomo. "Seien Sie New Yorker! Leben Sie ihr Leben, lassen Sie ihr Leben nicht von anderen bestimmen." Cuomo sagte, Menschen hätten friedlich an einem sonnigen Tag ihr Haus verlassen und seien abends nicht mehr zurückgekehrt. Dieser Schrecken sei sehr real. Der Anschlag habe Schmerz und Terror verursachen sollen.

"Ich habe Schüsse gehört und dann hat es auch danach gerochen", sagt John Williams, der während des Vorfalls ganz in der Nähe mit seinem Skateboard auf dem Weg zu einem Skaterpark war. "Zwei Frauen mit Kindern sind auf mich zu gerannt, jemand schrie: "Er hat eine Pistole."" Zuerst sei er weggegangen, habe sich dann aber wieder auf den Ort des Vorfalls zubewegt, sagte der 22-Jährige. "Ich sah einen Mann auf dem Boden liegen mit dem Gesicht nach unten, es sah aus, als wäre er erschossen worden. Ein anderer Mann wurde gerade festgenommen." Ezequiel Gonzalez war auf der anderen Straßenseite, als der Vorfall passierte. "Ich hörte Geräusche, es klang wie von einem Auto", sagte der 18-Jährige. "Dann sah ich wie die Menschen reagierten, es gab viel Verwirrung, niemand wusste, was los war. Die Vorderseite des Autos war eingebeult, überall waren Trümmer und Müll."

Präsident Trump verkündet erste Maßnahmen

Das Weiße Haus teilte mit, US-Präsident Donald Trump sei über den Vorfall informiert worden und werde auf dem Laufenden gehalten. Trump meldete sich zudem via Twitter zu Wort: "Es sieht wie eine weitere Attacke einer sehr kranken und gestörten Person aus", schrieb Trump. Die Ermittler arbeiteten das Ereignis auf. "NICHT IN DEN USA!", beendete Trump in Großbuchstaben seine erste Reaktion. Später kündigte er an, dass er seine Regierung angewiesen habe, die Sicherheitsüberprüfungen zu verschärfen. "Ich habe das Heimatschutzministerium gerade damit beauftragt, unser schon jetzt extremes Programm an Sicherheitsüberprüfungen zu intensivieren", twitterte Trump am Dienstagabend (Ortszeit). "Es ist in Ordnung, politisch korrekt zu sein, aber nicht dafür!", fügte er hinzu.

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Sollte sich die Einschätzung der Sicherheitsbehörden bestätigen, wäre dies der erste Terroranschlag in der Amtszeit von Präsident Trump. Der Republikaner hat sich vehement für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik in den USA stark gemacht und dies damit begründet, dass er die Terrorgefahr für die USA als sehr konkret einschätze. So wollte er ein Einreiseverbot für Menschen aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern einführen, scheiterte damit aber vor Gerichten. Trotz aller scharfen Rhetorik sind extremistisch motivierte Anschläge in den USA vergleichsweise selten.

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