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New York - Gouverneur: Attentäter in USA radikalisiert

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Wieder ein Anschlag, wieder Verbindungen zum IS: Der New-York-Attentäter soll Verbindungen zu der Terrormiliz gehabt haben. Der Usbeke habe sich in den USA radikalisiert, hieß es.

Nach dem Terroranschlag in ihrer Stadt bleiben die New Yorker ruhig, berichtet ZDF-Korrespondent Johannes Hano.

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Der Attentäter von New York hat sich nach Angaben von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo in den USA radikalisiert. "Nachdem er in die USA kam, hat er begonnen, sich über den IS und radikalislamische Taktiken zu informieren", sagte Cuomo dem TV-Sender CNN an diesem Mittwoch. Die in der Nähe seines gemieteten Pick-up-Trucks gefundenen Notiz habe auch eine Referenz zur Terrormiliz IS enthalten, sagte der Gouverneur dem TV-Sender CBS. Cuomo bezeichnete den Attentäter als "verkommenen Feigling".

Polizei: Täter handelte im Namen des IS

Demnach habe der 29-Jährige in einer Notiz auf den IS verwiesen. Die Ermittler seien in Besitz des Dokumentes. Einzelheiten nannte der Gouverneur des US-Staates New York nicht. Er verwies auf laufende Ermittlungen. Polizeisprecher John Miller betonte, der Täter habe im Namen der Dschihadistenmiliz gehandelt.

Der Fahrer wurde als Sayfullo S. identifiziert. Die Behörden vermuteten weiter, dass der Mann ein Einzeltäter war. In der New York Post hieß es, Ermittler hätten in dem Pick-up auch ein Bild mit einer IS-Fahne gefunden. Nach ersten Erkenntnissen habe der aus Usbekistan stammende Sayfullo Saipov den Anschlag mehrere Wochen lang geplant, sagte Polizeisprecher Miller weiter. Vor seinem Anschlag sei der Usbeke den Ermittlungsbehörden bislang aber nicht aufgefallen. Weder die Bundespolizei FBI noch die New Yorker Polizei hätten je gegen ihn ermittelt.

Verdächtiger in Klinik vernommen

Der Täter war an Halloween in Manhattan mit einem gemieteten Kleinlaster auf einen Radweg gefahren. Dabei wurden acht Menschen getötet und elf weitere schwer verletzt. Die Polizei schoss ihn an. Er befindet sich in einem kritischen Zustand. Die Ermittler vernahmen ihn inzwischen im Krankenhaus.

Die Information des Chefs der New Yorker Feuerwehr, Daniel Nigro, dass sich unter den acht Toten auch ein deutsches Opfer befinde, bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin nicht.

Trump kündigt Änderungen bei Visa-Politik an

US-Präsident Donald Trump kündigte nach dem Anschlag eine Änderung der Visa-Politik an. Der Terrorist sei durch die Green-Card-Lotterie in das Land gekommen, für die die Demokraten verantwortlich seien, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. "Ich will, dass das auf Leistung beruht."

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"Wir kämpfen hart für eine leistungsbasierte Einwanderung", schrieb Trump weiter. "Kein Lotterie-System der Demokraten mehr. Wir müssen VIEL härter werden (und klüger)." Der "Terrorist" sei mit Hilfe des Diversity Visa Lottery Program in die USA gelangt. Nach diesem Programm werden die Aufenthaltsgenehmigungen, die sogenannten Green Cards, per Verlosung an Bewerber aus den Ländern vergeben, aus denen verstärkt Einwanderer kommen sollen.

Merkel versichert USA ihren Beistand

Papst Franziskus verurteilte die Tat ebenso wie die Bundesregierung. Kanzlerin Angela Merkel erklärte, Deutschland stehe im Kampf gegen den Terrorismus fest an der Seite der USA. "Dabei vertrauen wir auf die Stärke unserer demokratischen Gesellschaften und die Überzeugungskraft unserer freiheitlichen Werte." Auch Außenminister Sigmar Gabriel zeigte sich solidarisch mit den USA. "Der Kampf gegen Terrorismus betrifft uns alle", erklärte er. Der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow, verurteilte die Tat als tragisch und unmenschlich. Usbekistan bot den USA Unterstützung bei den Ermittlungen an.

Mindestens acht Tote und elf Verletzte – das ist die Bilanz des Anschlags in New York. US-Präsident Trump will jetzt Konsequenzen ziehen.

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