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Anschlag in Manhattan - "Es kann jeden Tag überall passieren"

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Es war der schlimmste Anschlag in New York seit 9/11. Acht Menschen starben, als ein Laster über einen Radweg raste. Am Tag danach: Entsetzen aber auch trotzige Entschlossenheit.

Straße nach Terrorakt in New York
Nach Terrorakt in New York Quelle: Maya Dähne

Gelbes Absperrband flattert im Wind. Der Himmel ist grau. Jemand hat Blumen an die Polizeibarrikade gelehnt. Ein lokales Fernsehteam interviewt eine Joggerin. Die West Street ist gesperrt. Überall parken Polizeiwagen. Einige Schaulustige stehen am abgesperrten Fahrradweg.

Wenn du anrufst und niemand geht mehr ans Telefon

"Ich hab richtig Gänsehaut", sagt Gabriella Logarzo. Sie ist mit ihrem Freund Marcel in New York zu Besuch. Heute Abend fliegen die beiden heim nach Köln. "Wir waren gestern Nachmittag am Times Square und haben dort im Fernsehen von dem Anschlag erfahren." Mit eher mulmigem Gefühl sind die beiden am Abend noch zur Halloween-Parade gegangen. "Aber ich war echt froh, als wir wieder im Hotel waren."

In den letzten Stunden hat ununterbrochen ihr Handy geklingelt. Freunde und Familie in Deutschland waren froh zu hören, dass es den beiden gut geht. "Es ist furchtbar hier zu stehen, so nah am World One Tower." Vor ein paar Tagen sind die beiden noch dort gewesen und haben das 9/11 Memorial Museum besucht. "Ich hab mir versucht vorzustellen wie entsetzlich es sich anfühlt, wenn du anrufst und niemand geht mehr ans Telefon. Weil dein Mann oder dein Freund  getötet worden ist."

Am Tag danach bleibt die Kundschaft aus

Auf der anderen Straßenseite schiebt eine Frau ihr Fahrrad über den Gehweg. Sie arbeitet in der Houston Street, ein paar Schritte von dem Ort entfernt, wo der Kleinlaster gestern auf den Radweg raste und Jogger, Fußgänger und Radfahrer niedermähte. "Ich komme jeden Tag mit meinem Rad aus Brooklyn hierher in mein Büro. Heute hätte ich beinahe die Subway genommen", sagt Anna. "Aber da bist du auch nicht unbedingt sicher. Es kann überall und jederzeit passieren."

Ein Polizeihubschrauber kreist am Pier 40 über der West Street. Anna zieht ihr Handy aus der Tasche und filmt. Dann verabschiedet sie sich und steigt auf ihr Fahrrad. Außer ihr sind nur wenige Radfahrer unterwegs. "Nichts los heute", sagt der Angestellte beim Fahrradverleih "Blazing Saddles". "Nach dem Anschlag gestern und bei dem schlechten Wetter kommt kaum jemand."

Nach dem Terroranschlag in ihrer Stadt bleiben die New Yorker ruhig, berichtet ZDF-Korrespondent Johannes Hano.

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Noch mehr Angst vor Trump

Ein einsamer Radfahrer mit zwei Plastiktüten am Lenker fährt vorbei. "I Love New York" steht auf den weißen Tüten. Auf der Gegenspur strampelt eine Frau gegen den Wind an, Kopfhörer im Ohr und Kapuze auf dem Kopf. Angst hat sie keine. "Es ist doch extrem unwahrscheinlich, dass so etwas an zwei aufeinanderfolgenden Tagen passiert." Die New Yorkerin arbeitet in Manhattan und leiht sich öfter eines der blauen City Bikes, um zu Terminen zu fahren. "Hier auf dem Radweg bin ich trotz allem immer noch sicherer als auf der Straße. Fahrradfahrer leben gefährlich in New York."

Im Mae Mae Café in der Vandam Street, ein paar Blocks vom Anschlagsort entfernt, liegt die Daily News, New Yorks Boulevardzeitung auf dem Tisch. "Blutbad auf dem Fahrradweg" steht in Riesenbuchstaben auf dem Titel. Darunter ist ein Foto des Täters abgedruckt. "Klar macht mir das Angst. aber noch mehr fürchte ich mich vor dem, was Trump als nächstes tut", sagt ein Mann und deutet auf die Zeitung. Auf Twitter hat der Präsident bereits Konsequenzen angekündigt: "Wir müssen viel, viel härter durchgreifen (und smarter sein)!"

Mindestens acht Tote und elf Verletzte – das ist die Bilanz des Anschlags in New York. US-Präsident Trump will jetzt Konsequenzen ziehen.

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Mindestens acht Tote und elf Verletzte – das ist die Bilanz des Anschlags in New York. US-Präsident Trump will jetzt Konsequenzen ziehen. Und zeigt sich offen, den mutmaßlichen Täter nach Guantanamo zu schicken sowie die Green-Card-Lotterie abzuschaffen.

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