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Neymar gewinnt Markenstreit - Das sind die best-vermarkteten Fußball-Namen

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Brasiliens Fußballstar Neymar hat den Rechtsstreit um die Markenrechte an seinem Namen gewonnen. Auch andere Spitzenfußballer verdienen mit ihrem Namen sehr viel Geld.

Neymar am 11.05.2019 in Angers (Frankreich)
Neymar von Paris Saint-Germain
Quelle: Reuters

Der brasilianische Fußballstar Neymar hat einen Rechtsstreit um die Markenrechte an seinem Namen vor dem EU-Gericht gewonnen. Die von einem Dritten angemeldete Marke "NEYMAR" sei nichtig, urteilten die Luxemburger Richter (Rechtssache T-795/17). Gegen das Urteil kann innerhalb von zwei Monaten beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgegangen werden.

Hintergrund des Falls war eine längere Auseinandersetzung zwischen dem brasilianischen Nationalspieler und Profi des französischen Erstligisten Paris Saint-Germain sowie einem Portugiesen. Dieser hatte sich 2013 die Markenrechte für "NEYMAR" in der EU für Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckungen gesichert. Das EU-Gericht kam nun zu dem Schluss, dass der Portugiese die Bekanntheit des Fußballers ausnutzen wollte. Neben Neymar verdienen auch andere Promi-Fußballer mit ihrem Namen eine Menge Geld. Einige Beispiele:

Cristiano Ronaldo

  • Werbeeinnahmen 2018: 47 Mio. Euro
  • Gehalt 2018: 61 Mio. Euro
Cristiano Ronaldo (Juventus)
Cristiano Ronaldo (Juventus)
Quelle: imago

Auch nach seinem Wechsel zu Juventus Turin, das bei dem Ausrüster adidas unter Vertrag steht, bleibt Nike Ronaldos wichtigster persönlicher Sponsor. Mit dem Sportartikelausrüster soll der Portugiese einen Vertrag bis zum Karriereende besitzen, dessen Gesamtwert das Magazin Forbes auf über 1 Milliarde US-Dollar schätzt.  Weitere Werbeverträge besitzt Ronaldo u.a. mit Herbalife, EA Sports, American Tourister, Tag Heuer, PokerStars und Castrol. Über die Eigenmarke CR7 werden Unterwäsche, Schuhe, Jeans und Kinderkleidung – für die der Fußballer mit seinem Sohn Modell stand – sowie eine Hotelkette vertrieben. Die Zahl seiner Social-Media-Follower betrug 2018 322 Millionen.

Lionel Messi

  • Werbeeinnahmen 2018: 27 Mio. Euro
  • Gehalt 2018: 84 Mio. Euro
Lionel Messi (FC Barcelona)
Lionel Messi (FC Barcelona)
Quelle: Reuters

Genau wie CR7 macht Lionel Messi die meisten Einnahmen mit seinem Schuh-Deal – er ist das Gesicht von adidas. Die Zahlen für Messis Deal sind unbekannt. Der Deal soll laut spanischen Medien aber wie bei Ronaldo bis an dessen Karriereende gelten. Außerdem wirbt der Argentinier im großen Stil u.a. für die Getränkemarken Pepsi und Gatorade, die spanische Sonnenbrillenmarke Hawkers, das katarische Telekommunikationsunternehmen Ooridoo sowie die chinesischen Firmen Huwai (Elektronik)und Mengniu Dairy (Milch und Eiscreme). Die Präsenz auf den Märkten im Nahen Osten und China wird durch seine Tätigkeiten als Botschafter für die Expo in Dubai 2020 und die ebenfalls für 2020 geplante Eröffnung des Messi Experience Parks in Nanjing verstärkt.

Neymar

  • Werbeeinnahmen 2018: 17 Mio. Euro
  • Gehalt 2018: 73 Mio. Euro
Neymar (Paris St. Germain)
Neymar (Paris St. Germain)
Quelle: Reuters

Sein spektakulärer Transfer für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris St. Germain im Jahr 2017 hat Neymar als Werbeikone dicht an den Status von Ronaldo und Messi herangeführt. Als größter Sponsor des Brasilianers gilt sein Ausrüster Nike. Bereits 2011 schloss er einen Vertrag mit dem US-amerikanischen Sportartikelhersteller bis 2022 ab. Neymars Salär soll davon abhängen, für welchen Klub er spielt und welche Titel er gewinnt. Als Testimonial bzw. Botschafter tritt er neben Nike für Red Bull, den Kopfhörerhersteller Beats Electronic, die Qatar National Bank, Gillette, McDonalds sowie den chinesischen TV-Hersteller TCL auf.

Luis Suárez

  • Werbeeinnahmen 2018: 7 Mio. Euro
  • Gehalt 2018: 19,9 Mio. Euro
Luis Suarez (FC Barcelona)
Luis Suárez (FC Barcelona)
Quelle: Reuters

Seine Leistungen als kongenialer Partner von Lionel Messi beim FC Barcelona ließen in den letzten Jahren die Erinnerung an seinen marktwert-mindernden Aussetzer bei der WM 2014, als er einen Gegenspieler in die Schulter biss, verblassen. Mit adidas besitzt er wie Messi einen Kontrakt bis zum Karriereende. Für den Ausrüster präsentierte er die alphashirt-Collection und gemeinsam mit Messi und Pogba die 'Cold Blooded' Collection. Als Best Friends wurden Messi und Suárez im WM-Jahr 2018 auch von Gatorade vermarktet. Begehrt ist der exzentrische Stürmer außerdem auf dem asiatischen Markt, wo er für die chinesischen Elektronikhersteller Tronsmart und Gome sowie das malaysische Tourismusbüro wirbt.

Gareth Bale

  • Werbeeinnahmen 2018: 6 Mio. Euro
  • Gehalt 2018: 28,6 Mio. Euro
Gareth Bale (Real Madrid)
Gareth Bale (Real Madrid)
Quelle: Reuters

Auch der Waliser Gareth Bale hat sich bei Real Madrid zu einem globalen Markenträger entwickelt. Er ist wichtiger Bestandteil des globalen adidas-Marketings. Laut Forbes hat er 2014 einen 26 Mio. US-Dollarvertag über sechs Jahre unterzeichnet. Weitere Werbeverträge besitzt er u.a. mit dem Autohersteller Nissan Motor, dem ebenfalls in Japan ansässigen Spielehersteller Konami sowie der US-amerikanischen Ladenkette Foot Locker. Ähnlich wie Ronaldo hat Bale seine eigene Marke für Schuhe und Kleidung auf den Markt gebracht. Das Marken-Logo ist der Handbewegung nachempfunden, mit der er ein Herz formt und enthält außerdem seine Rückennummer 11.

Jérôme Boateng

  • Werbeeinnahmen 2018: unbekannt
  • Gehalt 2018: 11 Mio. Euro
Jerome Boateng (FC Bayern München)
Jérôme Boateng (FC Bayern München)
Quelle: imago

In der Forbes-Liste der 100 Top-Verdiener unter den Weltsportlern rangierte 2018 unter neun Fußballern kein einziger deutscher. Für Aufsehen sorgte dagegen in letzter Zeit die Selbstvermarktungs-Strategien einzelner deutscher Profis, allen voran Jérôme Boateng. Er betreibt über die sozialen Netzwerke ein professionelles Markenmanagement, das ihn zur Stil-Ikone machte. Dazu zählen seine Brillen-Kollektion JB by Jérôme Boateng, die Taschenkollektion BSTN&Boa sowie das eigene Magazin Boa. Über eine für März 2019 angekündigte Kooperation mit der H&M-Modemarke Nyden hat man lange nichts gehört. Dafür von seinem Engagement für die DKMS-Kampagne gegen Blutkrebs, deren Registrierungs-Sets er entwarf. Aufsehen erregte außerdem eine McDonalds-Kampagne mit Boateng als Werbebotschafter während der WM 2018.

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