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Eurovision Song Contest - Niederlande gewinnen nach 44 Jahren den ESC

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Die Niederlande gewinnen den ESC in Tel Aviv: Duncan Laurence rührt Millionen Zuschauer mit seinem Siegersong "Arcade". Die deutschen Sängerinnen bekommen vom Publikum null Punkte.

Duncan Laurence hält seine Trophäe hoch und jubelt
Jubelt nach seinem ESC-Sieg: Duncan Laurence aus den Niederlanden
Quelle: AP

Es ist einfach ein schöner Song. Eine ruhige Ballade. Anmutig und sehr berührend. Duncan Laurence sitzt einfach nur am Klavier und singt seinen Song "Arcade" über eine unerfüllte Liebe. Angestrahlt wird er dabei von einer weißen Lichtkugel. Mehr ist gar nicht nötig, um Millionen Zuschauer und die internationalen Jurys mehrheitlich zu überzeugen. Zum ersten Mal nach 44 Jahren, nach "Ding-a-dong" von "Teach-In", gewinnen die Niederlande wieder den Eurovision Song Contest.

Und das mehr als verdient. "Arcade" ist der beste Song des Abends. Und Duncan Laurence der würdige Sieger dieses Eurovision Song Contests in Tel Aviv. Doch der Sieg ist nur knapp, 27 Punkte dahinter landet Sänger Mahmood aus Italien. Auf Platz drei kommt der russische Superstar Sergey Lazarev mit seiner Bombast-Ballade "Scream". Das deutsche Duo Sisters landet zunächst auf dem drittletzten Platz, wird später aber wegen eines Zählfehlers auf dem vorletzten Platz stehen.

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Schon im Vorfeld war Duncan Laurence der haushohe Favorit. In den Wetten lag er seit über zwei Monaten bereits auf Platz 1. Und auch in Tel Aviv, bei den Fans und auf ESC-Partys wurde immer wieder sein Name genannt. Dieser Sieg kommt alles andere als überraschend. Und so landet nach dem Party-Popsong "Toy", mit dem die isralische Sängerin Netta im vergangenen Jahr in Lissabon gewinnen konnte, in diesem Jahr wieder eine ruhige Ballade ganz vorne.

Mitfavoriten wie Australien oder Schweiz haben das Nachsehen

Eurovision Song Contest 2019: Kate Miller-Heidke (Australien)
Kate Miller-Heidke singt für Australien.
Quelle: AP

Duncan Laurence ist in den Niederlanden bereits durch die Castingshow "The Voice of Holland" bekannt, wo er von Sängerin Ilse de Lange gecoacht wurde. Auch sie wurde durch den ESC international bekannt. 2014 holte Ilse de Lange den zweiten Platz für die Niederlande mit dem Country-Popsong "Calm after the storm", geschlagen lediglich von Conchita und "Rise like a Phoenix". In diesem Jahr aber lassen die Niederlande alle Mitfavoriten hinter sich - wie zum Beispiel Australien, das seit 2015 von den ESC-Veranstaltern zur Teilnahme eingeladen wird.

Sängerin Kate Miller-Heidke tritt mit der sehr guten Startnummer 25 als Vorletzte auf. Dabei präsentiert sie ihren Opern-Song "Zero Gravity" aufgespießt auf einer Art Stock und schwebt singend über die Bühne. Dafür wird sie in der Halle und auf zahlreichen ESC-Partys in Tel Aviv mit tosendem Applaus bedacht. Auch für den Schweizer Luca Hänni, der mit dem tanzbaren Song "She got me" antritt, gibt es nach seinem Auftritt lauten Jubel, etwa beim Public Viewing am Strand von Tel Aviv. Dort verfolgen Zehntausende Fans den ESC. Am Ende wird Hänni Vierter.

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"Germany, I'm sorry, zero points"

Von Jubel nach dem deutschen Auftritt der "Sisters" kann hingegen keine Rede sein. Die beiden deutschen Sängerinnen Carlotta und Laurita bekommen zwar freundlichen Applaus, doch sie landen am Ende abgeschlagen auf Platz 25. Hinter den Sisters landet nur noch Großbritannien. Das schlechte Abschneiden liegt vor allem an der Publikumsabstimmung, von den Zuschauern bekommt Deutschland gar keine Punkte. Bei der Punktebekanntgabe klingt Moderatorin Bar Refaeli geradezu mitleidig: "Germany, I'm sorry, zero points", sagt sie.

Sisters Deutschland  - Proben zum Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv
"Sisters" vertreten Deutschland beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv
Quelle: dpa

Ihr Song "Sister" kann auch bei den internationalen Jurys, die zu 50 Prozent über den Sieger entscheiden, nicht wirklich überzeugen. Gerade einmal 24 Punkte gibt es von ihnen für Deutschland. Zum Vergleich: Jurysieger Schweden erhält ganze 239 Punkte von den Jurys. Das Ergebnis hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet. In den Wetten lag der deutsche Song am Finaltag auf dem letzten Platz. In den sozialen Netzwerken blieb er weitestgehend unerwähnt. Der kaum eingängige und langweilige Refrain dürfte einer der Gründe gewesen sein, warum "Sister" im Vorfeld so gut wie gar nicht in deutschen Radiosendern gespielt wurde.

Nach dem hervorragenden vierten Platz von Michael Schulte im Vorjahr ist Deutschland nun also wieder in der ESC-Tristesse angelangt. Letzter Platz und null Punkte 2015, letzter Platz auch 2016 und vorletzter Platz 2017 - das deutsche Ergebnis 2019 reiht sich in diese schlechten Platzierungen leider wieder nahtlos ein. Schade, dass die "Sisters" keinen besseren Song singen durften. Suboptimal läuft der ESC auch für Megastar Madonna. Sie singt ihren Song "Like a Prayer" dermaßen schief, dass sich die Zuschauer auf ESC-Partys in Tel Aviv ungläubig angucken. Auch das wird von diesem ESC sicherlich in Erinnerung bleiben.

Bilder: Deutschland beim ESC

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