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Nobelpreis für Literatur 2017 - Wer beerbt Bob Dylan?

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Um 13 Uhr lüftet eine Jury in Stockholm heute das Geheimnis um den diesjährigen Literaturnobelpreisträger. Dieses Mal könnte es konservativer zugehen als 2016. Die große Frage ist: Wer beerbt Bob Dylan?

Selten muss sich ein Nobelpreisträger lange bitten lassen für ein Statement zur Preisverleihung. Nicht so Bob Dylan, doch nun bricht der Musiker sein Schweigen: Er werde den Literaturnobelpreis selbstverständlich annehmen und dazu im Dezember "nach …

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Die Schwedische Akademie wird einige Mühe haben, ihre letztjährige Bekanntgabe des Literatur-Nobelpreisträgers zu toppen. Als sie vor einem Jahr den US-Musiker Bob Dylan als Würdigung für seine poetischen Liedertexte zum Preisträger ausrief, hatte sie damit nicht nur für eine ordentliche Überraschung gesorgt, sondern auch für eine Kontroverse über Sinn und Zweck der Auszeichnung.

Dylan ließ zwei Wochen lang offen, ob er den Preis annehmen werde, kam nicht zur Verleihung im Dezember und holte ihn erst im Frühjahr in Stockholm ab. Hier lüftet eine Jury heute das Geheimnis um den diesjährigen Literaturnobelpreisträger.

Haruki Murakami unter den Favoriten

Der Nobelpreis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 940 000 Euro) dotiert und wird traditionell im Oktober verkündet, aber erst am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, verliehen.

Einen klaren Favoriten gibt es in diesem Jahr nicht. Hoch im Kurs standen beim britischen Wettanbieter Ladbrokes zuletzt der Kenianer Ngugi Wa Thiong'o, der Japaner Haruki Murakami, die Kanadierin Margaret Atwood und der koreanische Dichter und Schriftsteller Ko Un. Sie werden seit Jahren immer wieder gehandelt - und gingen bisher immer leer aus.

Dieses Jahr wieder konservativer?

Literaturkritiker gehen davon aus, dass die normalerweise traditionsbewusste Schwedische Akademie nach dem Preis für Dylan in diesem Jahr konservativer vorgeht. Einiges könnte auch für einen Preisträger aus Afrika sprechen. Deutschsprachige Schriftsteller rangieren bei den Wettbüros dagegen nicht auf vorderen Plätzen. Bislang ist der Nobelpreis für Literatur dreizehn Mal in den deutschsprachigen Raum gegangen, zuletzt 2009 an Herta Müller.

In den vergangenen Tagen hatten Jurys in der schwedischen Hauptstadt schon Preisträger in Medizin, Physik und Chemie gekürt. In Oslo wird am Freitag der Friedensnobelpreisträger präsentiert.

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