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Nord Stream 2 - Pence warnt Deutschland

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Die USA und osteuropäische Länder werfen Deutschland vor, mit Nord Stream 2 die Abhängigkeit von russischem Gas zu erhöhen. US-Vizepräsident Mike Pence erneuert den Vorwurf.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz haben Kanzlerin Merkel und US-Vizepräsident Pence gesprochen. Merkel warb für Zusammenarbeit, Pence forderte mehr Geld von Nato-Partnern.

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Kanzlerin Angela Merkel und US-Vizepräsident und Mike Pence.
Kanzlerin Angela Merkel und US-Vizepräsident und Mike Pence.
Quelle: Sven Hoppe/dpa

Im Streit um das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 durch die Ostsee hat US-Vizepräsident Mike Pence eine Warnung an Deutschland gerichtet. "Wir können die Verteidigung des Westens nicht garantieren, wenn unsere Bündnispartner sich vom Osten abhängig machen", sagte Pence auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Merkel verteidigte Nord Stream 2. Die Abhängigkeit Europas von russischem Gas hänge nicht davon ab, ob die Pipeline gebaut werde oder nicht.

Gegen die Kritik an dem Pipeline-Projekt aus den USA sagte Merkel, es spreche nichts dagegen künftig "auch amerikanisches Gas zu kaufen". Konkret bezog sich Merkel dabei auf den möglichen Export von Flüssiggas (LNG) aus den USA und den Bau eines LNG-Terminals in Deutschland.

Pence fordert mehr Geld von Nato-Partnern

Mike Pence in München
Mike Pence in München
Quelle: Reuters

US-Präsident Donald Trump hatte den Ausbau der Gaslieferungen aus Russland nach Deutschland kritisiert und sogar Sanktionen angedroht. Das Pipelineprojekt Nord Stream 2 stößt vor allem in den Energie-Transitländern in Osteuropa auf Widerstand. Die Gegner warnen vor einer noch größeren Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen. Der US-Vizepräsident wiederholte in seiner Münchner Rede auch die Forderung der USA nach höheren Verteidigungsausgaben der Nato-Partner.

"Viele unserer Nato-Partner müssen noch viel mehr tun", sagte er. Zugleich lobte er, dass die Zahl jener Nato-Länder wachse, die das vereinbarte Ziel von Wehrausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichten. Dies sei "unter dem Druck von Präsident Trump" erreicht worden, sagte Pence. Von den anderen Nato-Ländern verlange Washington die Vorlage "glaubwürdiger Pläne", wie sie das Zwei-Prozent-Ziel bis 2024 erreichen wollten. Ziel der USA sei es, "unter der Führung von Präsident Trump" das transatlantische Bündnis "zu erneuern".

Vor US-Vize Pence sprach die deutsche Bundeskanzlerin in München. Merkels komplette Rede der Sicherheitskonferenz sehen Sie hier:

Bei ihrer Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Angela Merkel für mehr internationale Zusammenarbeit geworben. Dabei ging sie auch auf Kritik aus den USA ein.

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28 min
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