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Konflikt mit Nordkorea - UN-Sicherheitsrat verurteilt Raketentest

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"Empörend" - so verurteilt der UN-Sicherheitsrat Nordkoreas jüngsten Raketentest.  Das Gremium rief Pjöngjang dazu auf, die Tests einzustellen und das Atomwaffenprogramm zu beenden. Japan und Südkorea kündigten mehr Druck auf Nordkorea an.

Nordkorea hat erneut einen Raketentest gestartet. Die Rakete flog über Japan, bevor sie in den Ozean stürzte. Tokio spricht von einer beispiellos ernsten Bedrohung. Der Atomstreit mit Pjöngjang dürfte sich damit weiter zuspitzen.

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In der Sondersitzung verurteilte der UN-Sicherheitsrat den neuerlichen Test einer Mittelstreckenrakete durch Nordkorea einstimmig. Das höchste UN-Gremium rief das diplomatisch isolierte Land auf, konkrete Schritte zu ergreifen, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verringern.

In der Erklärung wurde nichts über mögliche neue Sanktionen geäußert, die Bestehenden müssten aber strikt umgesetzt werden. Trotz der geltenden Strafmaßnahmen hatte Nordkorea am Dienstag eine Rakete über den Norden Japans hinweg in Richtung Pazifik gefeuert und dafür harsche internationale Kritik geerntet.

Kim "äußerst zufrieden"

Nordkorea, das den "erfolgreichen" Test einer Mittelstreckenrakete vom Typ Hwasong-12 am Mittwoch bestätigte, deutete weitere Raketenversuche an. Machthaber Kim Jong Un habe sich mit dem Test "äußerst zufrieden" gezeigt, berichteten die Staatsmedien. Südkoreas Präsident Moon Jae In und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe verständigte sich unterdessen in einem Telefongespräch darauf, den Druck auf Pjöngjang auf "ein extremes Maß" steigern zu wollen.

Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats riefen Pjöngjang auf, weitere Tests zu unterlassen und im Einklang mit früheren UN-Resolutionen sein Atomprogramm einzustellen. Die jüngsten Raketentests des nordkoreanischen Militärs unterminierten "absichtlich regionalen Frieden und Stabilität und haben weltweit große Sicherheitsbedenken ausgelöst", heißt es in einer im Anschluss an die Sondersitzung verbreiteten Erklärung. "Der Sicherheitsrat betont, dass diese Aktionen Nordkoreas nicht nur eine Bedrohung für die Region, sondern für alle UN-Mitglieder darstellen."

Kim betonte, der Raketentest sei eine Antwort auf die Manöver des südkoreanischen und US-Militärs, berichtete die nordkoreanische Agentur KCNA. Der Test "unter simulierten Kriegsbedingungen" sei "ein erster Schritt der Koreanischen Volksarmee im Pazifik und ein bedeutungsvolles Vorspiel, um Guam in Schach zu halten". Washington unterhält auf dem US-Territorium einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Nordkorea unterstellt den USA regelmäßig, durch ihre Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten.

Japan: "Beispiellose Bedrohung"

Es war zwar nicht das erste Mal, dass eine nordkoreanische Rakete über Japan hinwegflog. Es sei aber das erste Mal, dass das unangekündigt geschehen sei, meldete der japanische Sender NHK. Ein Regierungssprecher in Tokio sprach von einer "beispiellos ernsten und schweren Bedrohung".

US-Präsident Donald Trump verurteilte den Test und betonte: "Alle Optionen sind auf dem Tisch". Chinas Außenministerium warnte, in dem Konflikt auf der koreanischen Halbinsel sei ein "kritischer Punkt" erreicht. Trump, der bereits mehrmals mit einem Alleingang in dem Konflikt gedroht hatte, warf Pjöngjang vor, mit dem Test "seine Verachtung für seine Nachbarn, für alle Mitglieder der Vereinten Nationen und für einen Mindeststandard an akzeptablem Verhalten" signalisiert zu haben.

Seoul und Tokio wollten sich den Angaben des Präsidialamts in Seoul zufolge in Zusammenarbeit mit den USA für "konkretere und wirkungsvollere Maßnahmen des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea einsetzen". Nordkorea solle an den Verhandlungstisch zurückgebracht werden. Moon und Abe sprachen demnach von einer Krise. Der Raketentest sei eine Handlung von "unfassbarer Gewalt", wurde Südkoreas Präsident von einem Sprecher zitiert.

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