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Nach Raketentest - USA halten sich "militärische Option" offen

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Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den jüngsten Raketentest Nordkoreas als "zutiefst provozierend". Trumps Sicherheitsberater hält an der Drohkulisse gegen das Land fest - doch Kim kümmert das alles wenig.

Der Krieg der Worte geht weiter zwischen Nordkorea und den USA. Machthaber Kim Jong Un warnt die USA vor einem Militäreinsatz gegen sein Land. Und US- Präsident Trump sagt, die Möglichkeiten der USA seien sowohl effektiv als auch überwältigend.

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Die USA halten nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest an einer militärischen
Option fest. Dies sei allerdings nicht die erste Wahl der Regierung von Präsident Donald Trump, sagte dessen Nationaler Sicherheitsberater H.R. McMaster. Allerdings sei bald das Ende der Fahnenstange erreicht, was die Möglichkeiten von Sanktionen und Diplomatie angehe, das Atomprogramm des asiatischen Landes einzugrenzen.

Trump will Druck ausüben

Trump werde auch vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen deutlich machen, dass es wichtig sei, extremen Druck auf Nordkorea auszuüben, sagte seine Sprecherin. Zudem werde er bilateral mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping über das Thema sprechen. Der für Abrüstung zuständige US-Botschafter bei den UN Robert Wood sagte, die Sanktionen hätten bislang noch nicht so stark geschmerzt wie sie könnten, weil sie nicht vollständig umgesetzt worden seien. China ist der wichtigste Handelspartner Nordkoreas.Nordkorea hatte am Freitag eine Rakete über Japan hinweg geschossen. Wissenschaftler nannten deren Reichweite von 3.700 Kilometern bemerkenswert: Nordkorea habe damit demonstriert, dass es die US-Pazifikinsel Guam erreichen könne. Die Zielgenauigkeit des Geschosses sei aber noch schlecht. Nordkorea hatte vor kurzem mit einem Angriff auf das US-Territorium gedroht.

Sicherheitsrat verurteilt auch den jüngsten Raketentest

Der UN-Sicherheitsrat verurteilte in einer Dringlichkeitssitzung den jüngsten Raketentest Nordkoreas. Es handle sich um ein "empörendes Vorgehen", hieß es in einer Erklärung. "Der Sicherheitsrat betont, dass diese Aktionen nicht nur eine Bedrohung für die Region sind, sondern für alle UN-Mitgliedsstaaten." Das Gremium hatte erst vor wenigen Tagen nach einem Atomtest Nordkoreas die Sanktionen gegen das Land verschärft, ihm Textilimporte untersagt und die Rohöl-Importe begrenzt.
Kurz nach der Erklärung des Sicherheitsrats sagte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un laut amtlicher Nachrichtenagentur KCNA, dass sein Zeil sei, "ein Kräftegleichgewicht mit den USA herzustellen, so dass die Führer der USA es nicht mehr wagen, von einer militärischen Option gegen unser Land zu sprechen". Bei dem Test habe sich die "Kampf-Effizienz und -zuverlässigkeit" der Hwasong-12-Rakete gezeigt.
Der chinesische Botschafter in Washington forderte die USA auf, Drohungen gegen Nordkorea zu unterlassen. "Ehrlich gesagt, bin ich der Meinung, dass die USA viel mehr unternehmen sollten als bisher, so dass es zu einer echten, effektiven internationalen Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit kommt", sagte Cui Tiankai.

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