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Staatsmedien berichten - Nordkorea meldet Test von Lenkwaffe

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Die Atomgespräche mit den USA stocken - jetzt meldet Nordkorea den Test einer neuartigen Lenkwaffe. Experten rätseln, das Weiße Haus gibt sich bedeckt.

Kim Jong Un (l) verfolgt eine Flugübung der koreanischen Volksarmee , aufgenommen am 16.04.2019 in Nordkorea.
Kim Jong Un (l) verfolgt eine Flugübung der koreanischen Volksarmee, aufgenommen am 16.04.2019 in Nordkorea.
Quelle: dpa

Nordkorea hat nach eigenen Angaben im Beisein von Machthaber Kim Jong Un eine neuartige taktische Lenkwaffe getestet. Diese habe sich als bestens geeignet erwiesen für die "Beladung mit einem mächtigen Sprengkopf", meldeten die staatlichen Medien am Donnerstag. "Der Abschluss der Entwicklung des Waffensystems ist ein Ereignis von sehr großer Bedeutung, insoweit die Schlagkraft der Volksarmee erhöht wird", wurde Kim zitiert, der auch oberster Militärbefehlshaber ist. Details zur Waffenart wurden nicht genannt.

Eine unabhängige Bestätigung für den Test gab es zunächst nicht. Es wäre der erste bekannt gewordene Waffentest des abgeschotteten Landes unter den Augen Kims seit November, als von der Erprobung einer neu entwickelten High-Tech-Waffe die Rede gewesen war.

Nordkorea steht wegen seiner Atomwaffen- und Raketentests in den vergangenen Jahren unter besonderer Beobachtung der internationalen Gemeinschaft. Im April 2018 verkündete die kommunistische Führung in Pjöngjang einen Stopp der Atombombenversuche und Tests von Interkontinentalraketen. Dadurch haben sich die Spannungen in der Region und auch im Verhältnis zu den USA deutlich verringert.

Unsicherheit nach gescheitertem Gipfel

Den Berichten zufolge wurde der jüngste Waffentest am Mittwoch in Anwesenheit von Kim von der Akademie für Verteidigungswissenschaft durchgeführt. Experten rätselten, um welchen Waffentyp es sich genau gehandelt haben könnte. Das Weiße Haus und das Pentagon teilten zunächst nur mit, sie hätten den Bericht aus Nordkorea zur Kenntnis genommen.

Der jüngste Test erfolgte in einer Zeit größerer Unsicherheit nach dem gescheiterten zweiten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump Ende Februar in Vietnam. Beide Seiten konnten sich nicht einigen in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas. Pjöngjang verlangte die Aufhebung eines Großteils der Sanktionen.

Nordkoreas Machthaber hatte sich zuletzt grundsätzlich zu einem dritten Gipfel mit Trump bereiterklärt. Doch setzte er den USA eine Frist bis zum Ende dieses Jahres. Bis dahin solle Washington einen für beide Seiten akzeptablen Lösungsvorschlag vorlegen, hieß es.

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