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Richtung Japan - Nordkorea provoziert mit weiterer Rakete

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Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat eine weitere ballistische Rakete Richtung Japan abfeuern lassen. Das Geschoss landete vermutlich im Japanischen Meer. US-Präsident Donald Trump kommentierte via Twitter: "Weiß dieser Typ mit seinem Leben nichts Besseres anzufangen?"

Nach rund vier Wochen Pause hat Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert. Sie erreichte offenbar Gewässer der japanischen Wirtschaftszone.

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Trump bemerkte in einem zweiten Tweet, dass China "diesen Unsinn" vielleicht ein für alle mal beenden werde. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass sich Südkorea und Japan das noch weiter bieten ließen.

Japan: Raketen werden offenbar immer besser

Die japanische Regierung schätzte, dass der nordkoreanische Flugkörper gegen 9:40 Uhr am Dienstagmorgen (Ortszeit) abgefeuert wurde und rund 40 Minuten in der Luft war - was länger wäre, als bei zuvor ähnlich berichteten Tests. Südkoreanischen Analysten zufolge könnte es sich um eine von zwei Mittelstrecken-Raketen gehandelt haben, die das Regime in Pjöngjang bereits schon einmal zuvor in diesem Jahr getestet hatte. Der Start sei aus der nördlichen Provinz Nord-Pyongan erfolgt und die Rakete habe rund 930 Kilometer zurückgelegt.

Der japanische Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga deutete an, dass die Leistung der Rakete die vorheriger überstieg. Die Flughöhe könnte höher gewesen sein als zuvor. Auch das US-Pazifik-Kommando meldete, dass es sich um eine Mittelstreckenrakete handelte, die von Land aus abgeschossen wurde. Das Kommando habe den Abschuss ebenfalls registriert und für 37 Minuten verfolgt.

Nordkorea: Interkontinentalrakete erfolgreich getestet

Nordkorea selbst teilte schließlich am Dienstag mit, man habe erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet. Das Geschoss vom Typ Hwasong-14 habe eine Höhe von 2.800 Kilometern erreicht und sein Ziel nach genau 39 Minuten Flugzeit präzise getroffen. Nordkorea habe die Fähigkeit, überall auf der Welt Ziele mit Raketen zu treffen. Solche Flughöhen für Interkontinentalraketen sind nach früheren US-Angaben allerdings unüblich.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe kritisierte den Raketenstart scharf. Der Abschuss erinnere daran, dass Pjöngjangs Entwicklung von Flugkörpern eine wachsende Bedrohung sei. Abe sagte, noch am Vortag habe er mit Trump über ihre Zusammenarbeit gegen Nordkorea gesprochen.

China warnt vor Eskalation

Zunächst war noch unklar, ob es sich um einen Routine-Abschuss handelte oder ob es ein Versuch Nordkoreas war, den Start seiner Langstreckenraketen zu perfektionieren. Trotz verschärfter internationaler Sanktionen baut das Land sein Nuklear- und Raketenprogramm aus. Ziel Nordkoreas ist, eine Langstreckenrakete mit Atomsprengkopf zu entwickeln, die US-Festland erreichen kann.

Der chinesische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Liu Jieyi, warnte am Montag, eine weitere Eskalation der Spannungen berge das Risiko, dass Pjöngjang außer Kontrolle geraten könne. "Und die Konsequenzen wären desaströs", sagte Liu.

Am vergangenen Freitag hatten sich der neue südkoreanische Präsident Moon Jae In und US-Präsident Trump darauf verständigt, eine härtere Gangart gegenüber Nordkorea zu fahren. Das Zeitalter der strategischen Geduld mit Kims Führung habe nichts gebracht, sagte Trump. "Ehrlich gesagt, diese Geduld ist vorbei." Moon bekräftigte nach dem Treffen mit Trump in Washington, dass beide Staaten entschlossen auf Provokationen aus Nordkorea reagieren würden.

Moon hatte nach seiner Amtsübernahme im Mai versucht, die Beziehungen zu Nordkorea zu verbessern, doch das Nachbarland im Norden hat Raketentests seither weiter vorangetrieben. Anfang Juni etwa testete Nordkorea eine neue Rakete, um Kriegsschiffe von potenziellen Feinden anzugreifen. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA hatte anschließend mitgeteilt, die Raketen hätten schwimmende Ziele im Meer "exakt entdeckt und geschlagen", nach dem sie "kreisförmige Flüge" vorgenommen hätten.

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