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Neue Provokation - Nordkorea startet wieder Langstreckenrakete

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Zum zweien Mal binnen eines Monats hat Nordkorea eine Interkontinentralrakete abgefeuert. Das Geschoss sei 1.000 Kilometer weit geflogen und in das japanische Meer gestürzt, teilte das US-Pentagon mit. Die USA und Südkorea berieten über eine mögliche "militärische Antwort". Auch Japan ist alarmiert.

Der UN-Sicherheitsrat hat nach den wiederholten Raketentests von Nordkorea die Sanktionen gegen das Land ausgeweitet. So sollen weltweit Vermögen von bestimmten Unternehmen und Einzelpersonen eingefroren werden.

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Nordkorea hat trotz massiver Warnungen wieder eine Langstreckenrakete getestet, die die USA erreichen könnte. Wie Pentagon-Sprecher Jeff Davis mitteilte, wurde sie am Freitag gegen 23.41 Uhr Ortszeit (16.41 Uhr MESZ) in Mupyong-ni im Norden des Landes gestartet und flog ungefähr 1.000 Kilometer weit, bevor sie zwischen Japan und der koreanischen Halbinsel ins Meer stürzte.

Südkorea: Technisch ausgereifter

Die Rakete wirke technisch ausgereifter als die jüngst von Nordkorea getestete Rakete, teilte die südkoreanische Militärführung mit. Japan sprach nach dem neuen Raketenstart in ersten Angaben von einem Flug, der 45 Minuten dauerte. Das russische Militär erklärte derweil, nach seinen Erkenntnissen habe es sich vermutlich um eine Mittelstreckenrate gehandelt.

Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Raketentest, der wenige Stunden nach einem Sanktionsbeschluss des US-Senats gegen Pjöngjang erfolgte. Japan hatte kurz zuvor Strafmaßnahmen gegen zwei chinesische Firmen wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu Nordkorea erlassen.

Pentagon: USA stehen zu Verbündeten Japan und Südkorea

Die USA und Südkorea berieten über eine mögliche "militärische Antwort". Der Pentagon-Sprecher betonte, dass der Raketentest keine Gefahr für Nordamerika dargestellt habe. Zugleich bekräftigte er, dass die USA "eisenhart" zu ihrer Verpflichtung stünden, ihre Verbündeten - Südkorea und Japan - "im Angesicht dieser Bedrohungen zu verteidigen". Japan und Südkorea beriefen ihre nationalen Sicherheitsräte ein.

Das kommunistische Nordkorea hatte den USA erst am Dienstag mit einem Atomangriff gedroht, sollten die Amerikaner versuchen, die Regierung in Pjöngjang zu stürzen. Nordkorea hat bereits mehrmals unterirdische Atombomben gezündet. Ob es technisch bereits in der Lage ist, Atombomben auch so kompakt zu bauen, dass sie von einer Rakete transportiert werden könnten, ist unklar.

Verstärkte Aktivitäten auf Testgelände

Der neuen Raketentest war bereits seit Tagen erwartet worden, da an Nordkoreas Testgelände verstärkte Aktivitäten beobachtet wurden. Erst Anfang Juli hatte das Land eine Interkontinentalrakete abgefeuert, die vor Japan ins Meer stürzte. Dies hatte in Washington heftigen Protest und besorgte Reaktionen ausgelöst.

UN-Sprecher Farhad Haq bezeichnete es als "frustrierend", dass die Appelle von UN-Generalsekretär Antonio Guterres zur Deeskalation des Konflikts nicht erhöht würden. Alle beteiligten Parteien müssten ihren "besonderen Einfluss" geltend machen, um zu einer Lösung beizutragen, sagte Haq offenbar in Richtung des Nordkorea-Verbündeten China.

Die EU warf Pjöngjang "eine ernsthafte Bedrohung des internationalen Friedens" vor. Nordkorea habe damit gegen zahlreiche Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen, kritisierte der Auswärtige Dienst der Europäischen Union.

Die Führung des international isolierten Landes arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Atomwaffen sowie Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe womöglich bis in die USA getragen werden könnten. Der UN-Sicherheitsrat verhängte mehrfach Sanktionen gegen das ostasiatische Land.

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