Nordkorea widerspricht US-Präsident Trump

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Hanoi-Gipfel vorzeitig beendet - Nordkorea widerspricht US-Präsident Trump

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Der Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist vorzeitig beendet worden. Trump nannte auch einen Grund dafür, doch nun widerspricht Nordkorea.

Nordkorea hat der Erklärung von US-Präsident Donald Trump für das Scheitern des Gipfels der beiden Staaten in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi widersprochen. Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho sagte in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) in einem seltenen Auftritt vor Journalisten, sein Land habe im Gegenzug für atomare Abrüstung nicht die Aufhebung aller, sondern nur eines Teils der Sanktionen gefordert. Die angebotene atomare Abrüstung sei die weitreichendste Maßnahme, die für sein Land derzeit machbar sei. Das Angebot werde sich auch dann nicht ändern, wenn die USA weitere Verhandlungen in der Zukunft vorschlagen würden.

Trump hatte nach dem vorzeitigen Ende des Gipfels am Donnerstag gesagt, es sei zu keiner Einigung gekommen, weil der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un die Aufhebung aller Sanktionen gefordert habe. "Wir konnten das nicht tun", sagte Trump. "Sie waren bereit, einen großen Teil der Bereiche atomar abzurüsten, die wir wollten. Aber wir konnten nicht alle Sanktionen dafür aufheben. So werden wir weiterarbeiten und sehen."

Noch keine Pläne für einen dritten Gipfel

Mit dem abrupten Ende haben sich die Chancen auf eine Friedenslösung für die koreanische Halbinsel wieder deutlich verringert. Der Konflikt gehört zu den gefährlichsten der Welt. Für Trump, der durch belastende Aussagen seines Ex-Anwalts unter Druck steht, bedeutet dies eine große Enttäuschung. Mit einem Erfolg auf internationaler Bühne hätte er von Negativ-Schlagzeilen zuhause ablenken können, analysiert ZDF-Korrespondentin Ines Trams.

Pläne für einen dritten Gipfel - nach Singapur und Hanoi - gibt es nicht. Das Weiße Haus erklärte nur, die "jeweiligen Teams" wollten die Gespräche fortsetzen. US-Außenminister Mike Pompeo hält weitere Treffen mit Vertretern Nordkoreas auf Arbeitsebene für möglich. Ein Termin dafür sei jedoch nicht festgelegt worden, sagt er zu Journalisten auf einem Flug von Vietnam zu den Philippinen. "Ich vermute, dass es ein bisschen dauern wird." Beide Seiten müssten sich zuerst neu sortieren. Er sei aber hoffnungsvoll, dass die Unterhändler bald wieder zusammenkommen würden.

Nordkoreas Diktator Kim verließ den Schauplatz des Gipfels, das Hotel "Metropole", ohne jede Erklärung. China und Südkorea reagierten enttäuscht auf das Scheitern, drängten die USA und Nordkorea aber, ihren Dialog fortzusetzen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sprach von einer "schlechten Nachricht für die Welt".

Trump: Nordkorea will weiter auf Atomwaffentests verzichten

Trump sprach trotz des Scheiterns von einem "produktiven" Treffen. Nordkorea wolle auch weiterhin auf neue Atomwaffen- und Raketentests verzichten. Von Kim gab es keine Bestätigung dafür.

Die jüngste Atommacht der Welt hat seit November 2017 keine solchen Tests mehr unternommen. Experten sind der Ansicht, dass das Waffen-Arsenal so weit entwickelt ist, dass keine weiteren Tests mehr nötig sind. Trump zufolge bekräftigte Kim die Bereitschaft, den wichtigen Atomkomplex in Yongbyon zu schließen. Dort gibt es einen Reaktor sowie Anlagen zur Herstellung von Plutonium und zur Anreicherung von Uran, was beides der Atombombenherstellung dient.

Trump über Kim: "Wir mögen einander einfach"

Die USA verlangten von Nordkorea, zudem eine weitere Stätte an anderer Stelle zu schließen. "Ich denke, er war überrascht, dass wir darüber Bescheid wussten", sagte Trump. Zu dem vagen Begriff der "Denuklearisierung", mit der beide Seiten die atomare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel umschreiben, sagte Trump: "Viele Leute wissen nicht, was es bedeutet. Aber für mich ist es ziemlich klar: Sie müssen ihre Atomwaffen beseitigen."

Wir mögen einander einfach. Wir haben eine gute Beziehung.
Donald Trump über Nordkoreas Machthaber

Das Scheitern des Gipfels kam für viele überraschend. Noch am Morgen hatten sich Kim und Trump positiv über den Verlauf geäußert. Aber auch nach dem Scheitern fand der US-Präsident warmherzige Worte: "Wir mögen einander einfach. Wir haben eine gute Beziehung", sagte Trump. "Ich habe Vertrauen in ihn. Und ich nehme ihn beim Wort." Nach üblen gegenseitigen Beschimpfungen hat sich das Verhältnis der beiden seit einiger Zeit entspannt.

Trump und Kim haben den Gipfel in Hanoi vorzeitig beendet. In seiner Abschluss-Pressekonferenz betont Trump das gute Verhältnis zu Kim und warum es gut ist, dass keine Erklärung unterschrieben wurde. Sehen Sie hier die Pressekonferenz:

Trump und Kim haben den Gipfel in Hanoi vorzeitig beendet. In seiner Abschluss-Pressekonferenz betont Trump das gute Verhältnis zu Kim und warum es gut ist, dass keine Erklärung unterschrieben wurde.

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