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Notlandung in Berlin - Regierungsflieger offenbar schwer beschädigt

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Eine Regierungsmaschine der Flugbereitschaft musste offenbar am Flughafen Berlin-Schönefeld notlanden. Nach Medienberichten soll die Maschine schwer beschädigt worden sein.

Bombardier Global 5000 bei Notlandung.
Bombardier Global 5000 bei Notlandung.
Quelle: Marcel Russ/dpa

Die Regierungsmaschine der Flugbereitschaft, die am Dienstag bei einer Notlandung in Berlin-Schönefeld nur knapp einem Unglück entgangen ist, wurde dabei nach einem "Spiegel"-Bericht schwer beschädigt.

Bundeswehr-Techniker hätten an der Global 5000 "erhebliche Beschädigungen" festgestellt, schreibt das Magazin unter Berufung auf interne Papiere der Bundeswehr. Das Flugzeug war nach Angaben der Luftwaffe gerade bei einer mehrwöchigen Wartung beim Hersteller in Schönefeld gewesen.

Es habe unkontrollierte Flugbewegungen gegeben, die die Besatzung nicht eingegeben habe, sagte der Kommandeur Fliegende Gruppe der Flugbereitschaft, Oberstleutnant Stefan Schipke, auf dem Flughafen. An Bord waren zwei Piloten und eine Flugbegleiterin. Sie wurden nach der Landung in ein Bundeswehrkrankenhaus gebracht, blieben aber körperlich unverletzt.

Das Verteidigungsministerium wollte sich auf eine Anfrage des ZDF nicht äußern und verwies auf den Abschluss des internen Prüfberichts. Erst dann könne man Stellung nehmen. Verteidigungsministerin von der Leyen sagte allerdings: "Ich habe hohen Respekt vor der fliegerischen Leistung der Luftwaffenbesatzung." Nun müsse die Ursache der technischen Probleme zügig aufgeklärt werden. Die Untersuchung übernahm der General Flugsicherheit, der dafür in der Bundeswehr zuständig ist.

Grund für Zwischenfall zunächst unklar

Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, dass nun ein Schadensbild erstellt und der Flugschreiber aus der Maschine ausgelesen werde. Der Grund für den Zwischenfall blieb zunächst unklar. Das Flugzeug wurde nach Angaben der Flugbereitschaft 2011 gebaut. Der aus dem zivilen Flugbetrieb stammende Jet ist das Arbeitspferd der Luftwaffe für diese Flüge und gilt als sehr zuverlässig. Die Welt berichtete am Dienstag, für das Bombardier-Modell der Flugbereitschaft gebe es seit rund zwei Wochen eine Sicherheitswarnung der Aufsichtsbehörden wegen möglicher Risse im Heckleitwerk. "Die Warnhinweise sind uns bekannt", sagte Schipke dazu.

Wie damit umgegangen worden sei, werde untersucht. Allerdings gab es zunächst keinen Hinweis darauf, dass solche Risse der Auslöser des Zwischenfalls waren. Die Maschine landete um 9.07 Uhr als Notfall und blieb zunächst auf der Flughafenpiste stehen. Starts wurden daher gestoppt, Flugzeuge im Anflug auf den zweiten Berliner Flughafen Tegel umgeleitet. Der havarierte Jet wurde später abgeschleppt. Die Abfertigung auf dem Airport wurde inmitten des Osterreiseverkehrs wegen des Zwischenfalls unterbrochen. Sie sei kurz nach 09.30 Uhr eingestellt worden, hieß es von der Flughafengesellschaft.

Immer wieder Pannen

Gegen Mittag lief der Flugbetrieb wieder an, es musste zunächst aber weiter mit Verzögerungen gerechnet werden. Die Flugbereitschaft hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Zuletzt gab es immer wieder Pannen bei Auslandsreisen deutscher Politiker.

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