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Migration nach Deutschland - OECD: Rumänen größte Einwanderergruppe

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Menschen aus Rumänien sind die größte Einwanderergruppe in Deutschland. Das ist Ergebnis einer OECD-Studie. Zudem gibt es einen Beschäftigungsrekord bei Zuwanderern.

Bild aus einem handwerklichen Betrieb
Im Jahr 2018 hatten fast 70 Prozent aller Zuwanderer in Deutschland einen Arbeitsplatz.
Quelle: dpa

Menschen aus Rumänien haben zuletzt die größte Einwanderergruppe in Deutschland ausgemacht. Mehr als 230.000 Rumänen kamen 2017 nach Deutschland, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht. Das ist ein Zuwachs von rund fünf Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Syrien rutschte demnach auf Platz vier der häufigsten Herkunftsländer.

Viele Zuwanderer aus Rumänien oder Polen seien qualifizierte Fachkräfte, sagte OECD-Migrationsexperte Thomas Liebig der Nachrichtenagentur AFP: "Wir sehen steigende Zahlen bei der Arbeitsmigration aus dem Westbalkan. Sie ersetzt zunehmend die Migration aus mittel- und osteuropäischen Ländern", fügte er hinzu. Polen entwickele sich allerdings zunehmend selbst zum Empfangsland für Arbeitskräfte.

Rekord bei Beschäftigungsquote

Die Entwicklungen zeigen sich der Studie zufolge auch auf dem Arbeitsmarkt. Im Jahr 2018 hatten fast 70 Prozent aller Zuwanderer in Deutschland einen Arbeitsplatz. Das ist ein Plus von 1,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Der Zugang zur Beschäftigung blieb demnach jedoch weiter für bestimmte Gruppen schwierig, insbesondere für junge oder gering gebildete Menschen. Auch zugewanderte Frauen sind noch immer im Nachteil: Sie erhalten niedrigere Löhne im Vergleich zu einheimischen Frauen und eingewanderten Männern der selben Altersklasse.

Deutschland zweitbeliebtestes Einwanderungsland

Wie viele andere OECD-Länder konzentriere sich auch Deutschland derzeit zunehmend auf die Integration von Geflüchteten, sagte Liebig. "Deutschland ist das Thema Integration positiv angegangen", betonte er. Als vielversprechenden Ansatzpunkt sieht er Integrationsprogramme mit einem Fokus auf Frauen: "Die Integration zugewanderter Frauen hat einen extrem hohen Einfluss auf die Integration ihrer Kinder", sagte Liebig.

Verglichen mit den anderen OECD-Staaten ist Deutschland das zweitbeliebteste Einwanderungsland nach den USA. Dennoch gab es einen Rückgang, vor allem bei Asylanträgen: Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik rund 160.000 Asylanträge gestellt, gut 18 Prozent weniger als 2017.

Weniger Asylanträge

Die Daten spiegeln den internationalen Trend: 2018 wurden in den OECD-Ländern durchschnittlich rund 35 Prozent weniger Anträge auf Asyl gestellt. Auch die Zahl der registrierten Flüchtlinge ging um insgesamt 28 Prozent zurück. Einen deutlichen Anstieg gab es hingegen bei der temporären Arbeitsmigration. Sie erreichte 2017 den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor über zehn Jahren.

Die OECD hat insgesamt 30 Mitgliedsländer, darunter die USA, Deutschland, Italien, Großbritannien, Mexiko und die Türkei.

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