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Öffnung der Grenzen - Erdogan droht erneut der EU

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"Entweder Sie teilen diese Last oder wir müssen die Tore öffnen", sagt Erdogan. Mit der Drohung versucht der türkische Präsident mehr finanzielle Hilfen der EU zu erhalten.

Erdogan könnte Tore für syrische Flüchtlinge öffnen. Archivbild
Erdogan könnte Tore für syrische Flüchtlinge öffnen. Archivbild
Quelle: Burhan Ozbilici/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut damit gedroht, die Grenzen nach Europa für syrische Flüchtlinge zu öffnen. Ankara könne einen möglichen weiteren Flüchtlingszustrom aus Syrien nicht alleine schultern, sagte Erdogan. Ähnlich hatte er sich bereits am Donnerstag geäußert.

Es gebe "eine neue Migrationsbedrohung" aus der letzten syrischen Rebellenhochburg Idlib entlang der türkischen Grenze, sagte Erdogan. Er appellierte an die EU, genügend finanzielle Unterstützung bereitzustellen.

"Entweder Sie teilen diese Last oder wir müssen die Tore öffnen", sagte Erdogan. Er argumentierte, die EU habe ihr Versprechen finanzieller Hilfen noch nicht vollständig eingehalten. Die EU hob jüngst hervor, sie habe bislang 5,6 der zugesagten 6 Milliarden Euro zur Verbesserung der Lebensbedingungen syrischer Flüchtlinge in der Türkei zugewiesen. Der Rest werde bald folgen, sagte eine Sprecherin. Die Türkei hat seit Beginn des Bürgerkrieges im Nachbarland Syrien 2011 rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, mehr als jedes andere Land der Welt.

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