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Herbstgutachten - Ökonomen sehen 2017 kräftigen Aufschwung

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Die künftige Bundesregierung kann weiter mit einer guten Konjunktur rechnen. Die führenden Wirtschaftsinstitute haben in ihrem Herbstgutachten die Wachstumsprognose für 2017 deutlich erhöht. Auch im nächsten Jahr brummt demnach die Wirtschaft.

Für 2017 waren die Wirtschaftsforscher bislang von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Jetzt haben sie die Prognose nochmal angehoben: auf 1,9 Prozent. Die gute Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Verhandlungen über eine neue Regierung.

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"Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat an Stärke und Breite gewonnen", heißt es in dem neuen Herbstgutachten der fünf führenden Wirtschaftsinstitute. Neben dem Konsum sorgten nun auch der Außenhandel und anziehende Investitionen für Schwung.

Für 2017 erwarten die Ökonomen ein BIP-Plus von 1,9 (bisher: 1,5) Prozent, das sich im nächsten Jahr auf 2,0 (1,8) beschleunigen dürfte. 2019 werde es dann um 1,8 Prozent bergauf gehen, heißt es in der gemeinschaftlichen Diagnose für die Regierung mit dem Titel "Aufschwung weiter kräftig - Anspannungen nehmen zu".

Deutlich mehr offene Stellen

Vor kurzem hatten die Ökonomen des Kieler IfW-Instituts bereits vor einer Überhitzung gewarnt. Nun erklärte der IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths im Namen aller am Gutachten beteiligten Institute: "In einigen Segmenten der Wirtschaft machen sich erste Zeichen einer Anspannung bemerkbar."

So gebe es am Arbeitsmarkt deutlich mehr offen Stellen und es dauere immer länger bis diese besetzt werden könne. "Insbesondere in der Baubranche geben mehr und mehr Unternehmen an, dass ein Mangel an Arbeitskräften ihre Produktion beeinträchtige." In dieser Branche stiegen die Preise inzwischen recht kräftig.

Neue Rekorde bei der Beschäftigung erwartet

Die Zahl der Arbeitslosen soll 2018 im Jahresschnitt erstmals seit der Wiedervereinigung unter die Marke von 2,5 Millionen sinken und 2019 weiter zurückgehen. Bei der Beschäftigung sagen die Forscher für dieses und die nächsten beiden Jahre jeweils neue Rekorde voraus. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte sich demnach von 44,3 Millionen 2017 bis 2019 auf 45,2 Millionen erhöhen.

Beteiligt an dem Gutachten sind unter anderem das Münchner Ifo-Institut, das Berliner DIW, das Essener RWI, das Kieler IfW und das IWH Halle. Die Analyse dient der Bundesregierung als Basis für ihre eigenen Prognosen. Diese wird das Wirtschaftsministerium voraussichtlich am 11. Oktober vorlegen.

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