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Italien und Österreich - Unwetter in den Alpen: Mehrere Tote

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Unwetter haben am Wochenende im Alpenraum gewütet. In Italien gab es mehrere Tote. In Österreich war der Touristenort Großarl zeitweise abgeschnitten: Eine Mure hatte die Zugangsstraße verschüttet. Der Verkehr rollt wieder, die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren.

Österreich wurde am Wochenende von schweren Unwettern getroffen. Eine Mure hat die Zugangsstraße zum Touristenort Großarl verschüttet. Bis heute Morgen waren dort 500 Menschen eingesperrt. Die Aufräumarbeiten laufen.

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Bei schweren Unwettern infolge der großen Hitze sind im Norden Italiens mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Eines der Opfer kam aus Belgien, wie die Polizei mitteilte. Der 41-Jährige wurde demnach in der Region Friaul von einem umgestürzten Baum in seinem Zelt erschlagen.

80 Menschen von Außenwelt abgeschlossen

Bei einem Festival in Marziai in den Dolomiten wurde ein Mann ebenfalls durch einen entwurzelten Baum erschlagen. In derselben Region wurde ein Spaziergänger durch einen Blitz getötet.

Bereits am Samstag war eine Frau nahe des bekannten Wintersportortes Cortina d'Ampezzo in den Dolomiten ums Leben gekommen. Ihr Auto wurde unter Geröll begraben in einem Flussbett entdeckt. Rettungskräften sei es nicht gelungen, die Frau wiederzubeleben, teilte die Polizei mit. In Italien herrschen seit Tagen vielerorts Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius. Immer wieder werden durch die Hitze auch Waldbrände entfacht.

Ein Erdrutsch hatte am Wochenende 80 Menschen von der Außenwelt abgeschlossen. Sie hatten sich in der Lombardei in einer Hütte im Tal Predarossa aufgehalten. Die Bergrettung rief die Menschen auf, die Unwetterwarnungen ernst zu nehmen. Über die Höhe der Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Am Montag beruhigte sich die Lage wieder. Es gab zunächst keine Warnungen.

"Es gab richtige Kolonnen"

Auch Österreich hatte mit schwerem Unwetter zu kämpfen. Die Lage in den Unwettergebieten bessert sich nach einer ruhigen Nacht zum Montag. Das von der Umwelt abgeschnittene Großarltal kann seit 5.00 Uhr früh mit dem Auto auf einer Spur wieder verlassen werden. "Wir haben das Schlimmste hinter uns", sagte Feuerwehrkommandant Josef Promegger. Das bei Urlaubern beliebte Tal im Bundesland Salzburg war besonders stark von Regen, Hagel und Schlammlawinen betroffen.

Die Landstraße aus und in den Touristenort Großarl war zuvor durch eine Mure auf einer Länge von zwei Kilometern verschüttet. Viele Reisende, darunter auch Deutsche, saßen im Tal fest. Zwei Notfalllager wurden errichtet.

Als die Straße aus dem Dorf frühmorgens freigegeben wurde, sei der Andrang sehr groß gewesen. "Es gab richtige Kolonnen", sagte Promegger. Vor allem Pendler wollten ihre Arbeitsstellen pünktlich erreichen. Welchen Schaden das Unwetter tatsächlich angerichtet hat, war zunächst nicht klar. Mehrere Behörden hatten sich für Montag in dem Tal im Pongau angekündigt: Mit Luftaufnahmen soll das ganze Ausmaß festgestellt werden. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind gut. Es soll nicht weiter regnen.

Mittel aus Katastrophenfonds bereitgestellt

Auch die Lage in der Steiermark entspannt sich langsam. Einige Gebiete waren wegen der Verwüstungen zum Katastrophengebiet erklärt worden. Die Pegelstände in den Flüssen und Bächen beginnen nun langsam zu sinken. Soldaten wurden zur Hilfe in das Gebiet geschickt. Die Regierungsspitze sprach Mittel aus dem Katastrophenfonds zu.

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