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Parteitag in Berlin - Özdemir: Mit allen außer der AfD

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Grünen-Chef Cem Özdemir will seine Partei stärker für neue Bündnisse öffnen. "Wenn alle immer alles ausschließen, bleibt es bei der Großen Koalition", sagte Özdemir auf der Bundesdelegiertenkonferenz seiner Partei in Berlin. Er bekräftigte den Anspruch der Grünen, wieder mit am Regierungstisch zu sitzen.

Die Grünen kehren im Bundestagswahlkampf zu ihren Kernthemen zurück: Erneuerbare Energien, Umwelt- und Klimaschutz, gesunde Lebensmittel. Das Wahlprogramm soll auf dem Parteitag in Berlin beraten und beschlossen werden.

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Mit Blick auf die sich anbahnende Jamaika-Koalition mit Union und FDP in Schleswig-Holstein sagte Parteichef Cem Özdemir, es mache eben schon einen Unterschied, ob die Grünen mitregieren oder nicht.

Grüne wollen wieder im Bund mitregieren

Özdemir bekräftigte den Anspruch seiner Partei, nach langen Jahren in der Opposition im Bund wieder mitzuregieren. "Ab September soll an uns Grünen kein Weg mehr vorbeiführen." Die Grünen seien bereit, mit allen anderen Parteien außer der AfD über eine mögliche Regierungsbildung zu reden.

Angesichts magerer Prognosen der Meinungsforscher rief Özdemir seine Partei auf, sich stärker für ein gutes Wahlergebnis am 24. September einzusetzen. "Umfragen kann man ändern. Das haben wir selbst in der Hand."

Seine Parteifreunde rief Özdemir zudem zur Geschlossenheit auf. "Manchmal haben wir die Neigung, anderen Grünen eine Niederlage zuzufügen." Damit müsse Schluss sein.

Klimaschutz soll wichtiges Ziel sein

Als eines der wichtigsten Ziele nannte es Özdemir, den Klimaschutz wieder voranzubringen. Wer angesichts der Klimaerwärmung seine Hoffnung alleine auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) setze, "sollte sich lieber eine Schwimmweste zulegen", Merkels Klimaschutz sei rein taktisch und handwerklich schlecht gemacht.

Özdemir bekräftigte zudem das Ziel der Grünen, den Verbrennungsmotor künftig durch Elektromobilität auszutauschen. "Wir machen ernst mit dem Klimaschutz und der Energiewende." In dem Wahlprogramm, über das die Delegierten in Berlin beraten, tritt die Partei dafür ein, die Herstellung von Benzin- und Dieselautos 2030 zu beenden. Das Programm soll bis Sonntag beraten und dann beschlossen werden.

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