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Foto mit türkischem Präsidenten - Özil steht zu seinem Bild mit Erdogan

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Erstmals nach der Debatte um einen Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan hat sich Mesut Özil zu Wort gemeldet - und es klar verteidigt. Politische Motive bestreitet Özil.

Mesut Özil
Mesut Özil
Quelle: ZDF

Fußballnationalspieler Mesut Özil hat das umstrittene Foto mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan verteidigt und den Vorwurf zurückgewiesen, er habe den Präsidenten damit politisch unterstützen wollen. "Für mich ging es bei dem Foto mit Präsident Erdogan nicht um Politik oder Wahlen", erklärte Özil am Sonntag in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu der seit Monaten andauernden Affäre. Er habe damit "das höchste Amt im Land meiner Familie respektiert".

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"Keine Unterstützung irgendeiner Politik"

"Für mich war nicht wichtig, wer der Präsident war, sondern dass es der Präsident war", schrieb Özil in der auf Englisch verfassten Erklärung, die auf den Profilen des Fußballers in den Online-Netzwerken veröffentlicht wurde. Er sei Fußballspieler, kein Politiker, und das Treffen sei "keine Unterstützung irgendeiner Politik" gewesen. Erdogan nicht zu treffen hätte eine Respektlosigkeit gegenüber "den Wurzeln meiner Vorfahren" bedeutet. Auch die britische Premierministerin Theresa May und Queen Elizabeth II. hätten Erdogan bei seinem London-Besuch getroffen.

Özil und sein Nationalmannschaftskollege Ilkay Gündogan hatten Mitte Mai in London den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan getroffen und sich mit ihm fotografieren lassen. Gündogan hatte dem Präsidenten ein Trikot mit persönlicher Widmung überreicht.

Das Treffen wenige Wochen vor der Türkei-Wahl und der Fußball-WM löste in Deutschland eine Welle der Empörung aus. Erdogan steht wegen seines repressiven Vorgehens gegen die Opposition und der Einschränkung der Menschenrechte in der Türkei international in der Kritik und führte in den vergangenen Monaten harte Auseinandersetzungen mit der Bundesregierung.

Mesut Özil und Recep Erdogan in London
Dieses Foto von Mezut Özil mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan Mitte Mai in London löste deutschlandweit eine Debatte aus.
Quelle: dpa

"Hätte Wurzeln verleugnet"

Das erste Mal hätten sich Özil und Erdogan "2010 getroffen, nachdem er sich zusammen mit Angela Merkel in Berlin das Spiel zwischen Deutschland und der Türkei angeschaut hatte. Seitdem haben sich unsere Wege mehrfach gekreuzt. Ich bin mir bewusst, dass unser Foto für eine große Resonanz in den deutschen Medien gesorgt hat. Einige haben mir vorgeworfen, ich würde lügen oder ich sei hinterlistig. Aber das Bild, das wir gemacht haben, hatte keinerlei politische Absichten", erklärte Özil.

Außerdem verwies der 29-Jährige auf seine Wurzeln. "Ich habe zwei Herzen, das eine ist deutsch, das andere türkisch", schrieb er. Seine Mutter habe ihn stets gelehrt, Respekt zu zeigen und nie zu vergessen, "wo ich herkomme". Hätte er sich geweigert, Erdogan zu treffen, hätte er seine Wurzeln verleugnet, meinte Özil.

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