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Terror in Spanien - Offenbar Anschlag auf Sagrada Familia geplant

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Die Attentäter von Katalonien sind alle tot oder hinter Gittern. Die Behörden stehen aber nach den Anschlägen von voriger Woche vor offenen Fragen. Das Verhör der vier lebend gefassten mutmaßlichen Terroristen soll zur Aufklärung beitragen. Offenbar war ein Anschlag auf die Sagrada Familia geplant.

Nach dem Anschlag mit 13 Toten in Barcelona gehen die Ermittlungen auch auf internationaler Ebene weiter. Der mutmaßliche Täter wurde am Montag von der Polizei erschossen. Auch der als Kopf der Zelle vermutete Imam ist tot.

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Fünf Tage nach den Anschlägen in Spanien hat die Staatsanwaltschaft für die vier lebend gefassten mutmaßlichen Mitglieder der zerschlagenen Terrorzelle Untersuchungshaft beantragt. Das berichteten spanische Medien unter Berufung auf Justizkreise. Die vier jungen Männer wurden am Dienstag dem Ermittlungsrichter in Madrid vorgeführt. Der entschied: Drei der vier Mitglieder der Terrorzelle von Barcelona bleiben in Untersuchungshaft. Zwei bleiben ohne Möglichkeit, auf Kaution freizukommen in Gewahrsam, einer für zunächst weitere 72 Stunden und der Vierte soll freigelassen werden.

Haupttäter erschossen

Bei der Vorführung habe zumindest einer der Verdächtigen gestanden, dass die Gruppe größere Sprengstoffanschläge unter anderem auf die weltberühmte Basilika Sagrada Familia in Barcelona geplant habe, berichteten die Zeitung "El Mundo" und andere Medien.

Am Montag hatten Beamte in Subirats unweit von Barcelona den als Haupttäter geltenden Younes Abouyaaquoub erschossen. Der 22-Jährige soll den Lieferwagen gesteuert haben, mit dem Passanten auf der Flaniermeile Las Ramblas niedergefahren wurden.

Der als Kopf der Terrorzelle gesuchte Imam Abdelbaki Es Satty kam zusammen mit einem weiteren Terroristen wenige Stunden vor den Anschlägen bei der Explosion in einem Haus in Alcanar südlich von Barcelona ebenfalls ums Leben. Das bestätigte der Chef der Regionalpolizei von Katalonien, Josep Lluís Trapero, am Montag. Im Haus soll die Zelle ihre Anschläge geplant haben. Dort waren nach der Explosion 120 Gasflaschen und Sprengstoff gefunden worden.

Nicht alle geständig

Die Staatsanwältin, die am Verhör teilnahm, warf den Verdächtigen unter anderem Terrorismus, Mord und Sprengstoffbesitz vor, wie die Nachrichtenagentur Europapress berichtete.

Den Berichten zufolge räumten nicht alle Verdächtigen ein, in die terroristischen Aktivitäten verwickelt zu sein. Driss Oukabir (28) habe zum Beispiel zwar gestanden, den für den Anschlag in Barcelona benutzten Lieferwagen und ein weiteres Fahrzeug gemietet zu haben. Er habe nach eigenen Angaben aber gedacht, dass seine Bekannten damit einen Umzug machen wollten, berichteten Medien.

Beim Anschlag in Barcelona und der vereitelten Attacke in Cambrils rund 100 Kilometer südwestlich der katalanischen Metropole starben insgesamt 15 Menschen. In Cambrils wurden zudem fünf Terroristen auf der Flucht erschossen. Es gab mehr als 120 Verletzte, darunter 13 Deutsche. 43 Verletzte wurden am Dienstag noch in Krankenhäusern behandelt, wie die stellvertretende Regierungschefin Soraya Saéz de Santamaría erklärte. "Einige befinden sich noch in kritischem Zustand", sagte sie.

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