Plastikmüll vermeiden - was jeder dafür tun kann

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Mehrweg statt Wegwerfartikel - Plastikmüll vermeiden - was jeder dafür tun kann

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Plastikmüll ist ein riesiges Problem für die Umwelt. Damit sich das ändert, kann jeder etwas tun. Fünf Tipps zur Müllvermeidung im Alltag.

Die Faustregel: Mehrweg statt Einweg

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich vor jedem Kauf die Frage zu stellen: Kann und werde ich diesen Gegenstand nur einmal benutzen oder mehrmals? Egal, ob Rasierer, Wasserflaschen oder Einkaufstüte: Mehrweg ist fast immer umweltfreundlicher - und oftmals plastikfrei.

Vor allem die beliebten "Coffee-to-Go-Becher" verursachen jede Menge Müll: Rund 320.000 Einwegbecher werden hierzulande stündlich verbraucht, so die Deutschen Umwelthilfe (DUH). Die Lösung: Auf einen umweltfreundlichen Mehrwegbecher, etwa aus Bambus, umsteigen. Einige Cafés und Restaurants belohnen dies sogar mit reduzierten Preisen für Kaffee und Co.

Auch für Wasserflaschen gibt es eine einfache Alternative: Auf Leitungswasser umsteigen. Wer auf Kohlensäure nicht verzichten möchte, kann sich einen Wassersprudler anschaffen. Das spart nicht nur Plastik, sondern erspart einem auch das Kistenschleppen aus dem Supermarkt. 

Klassische Einwegprodukte wie Frischhaltefolie und Alufolie lassen sich mittlerweile durch sogenannte Bienenwachstücher ersetzen. Die Frischhaltefolie 2.0 besteht aus Bienenwachs und Bio-Baumwolle. Sie ist wiederverwendbar und hält laut Hersteller rund zwei Jahre.

Für den Einkauf: Unverpackt kaufen

Deutschlandweit gibt es rund 150 Läden, die ausschließlich oder überwiegend unverpackte Lebensmittel anbieten - vor allem in Großstädten wie Hamburg, Berlin und Köln ist das Angebot solide. Eine Landkarte mit "Unverpacktläden" gibt es auf der Internetseite "Wasteland Rebel".

Unverpackt-Laden in Jena
Im "Unverpacktladen" in Jena kann man ohne Plastikverpackungen einkaufen.
Quelle: ZDF

Doch auch wer kein solches Geschäft um die Ecke hat, wird in Supermärkten und Drogerien fündig. Sogenannten Milchtankstellen, in denen man sich die Milch in mitgebrachte Behälter abzapfen kann, findet man zunehmend in Bioläden und großen Supermärkten. Bei Äpfeln, Paprika und Tomaten hat man fast immer die Wahl zwischen verpackt und unverpackt. Und auch bei Shampoos ist der verpackungsfreie Trend angekommen: Die neuen Saubermacher heißen Haarseife oder festes Shampoo und kommen meist mit einem plastikfreien Pappkarton oder gar ohne Verpackung aus.

Im Badezimmer gilt: Mikroplastik meiden

Mikroplastik findet sich in den Tiefen der Meere - und in unzähligen Hygiene- und Pflegeprodukten wie Peelings, Gesichtsreiniger, Cremes und Make-up. Weil dies auf der langen Liste an Inhaltsstoffen nicht immer sofort ersichtlich ist, lohnt es sich, im Geschäft oder beim Hersteller nachzufragen. Wer auf Nummer sicher gehen will, steigt auf zertifizierte Naturkosmetik um. Der BUND-Einkaufsratgeber gibt Auskunft darüber, in welchen Kosmetikprodukten sich Mikroplastik und andere Kunststoffe verstecken.

Das Programm für Fortgeschrittene: Selbermachen

Zahnpasta, Waschpulver und Geschirrspülmittel selber machen? Klingt komplizierter als es ist. Mit einer Handvoll Zutaten und wenigen Handgriffen lassen sich diese alltäglichen Produkte ganz einfach und plastikfrei herstellen. Zugegeben, diese Variante erfordert etwas Zeit und Muße. Aber es lohnt sich. Im Internet findet man Anleitungen und Rezepte: Einfach mal ausprobieren.

Fürs Leben: Upcycling statt neu kaufen

Ein plastikarmes, umweltbewusstes Leben kann auch Geld sparen - zum Beispiel durch Upcycling. Auf den ersten Blick nutzloser Abfall wird in funktionale Produkte umgewandelt. So kann ein altes, leergegessenes Gurkenglas als Lunchbox fürs Büro oder als plastikfreie Aufbewahrung für Mehl, Linsen oder Müsli dienen.

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