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Start des Oktoberfests - Was Sie zur Wiesn wissen müssen

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Dirndl, Fahrgeschäfte und ganz viel Bier. Heute hat das 185. Oktoberfest begonnen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wiesn-Zeit.

In München beginnt das 185. Oktoberfest. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat das erste Fass Bier angezapft und damit das größte Volksfest der Welt eröffnet.

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Warum heißt die Wiesn eigentlich Wiesn?

Wer an saftiges Gras und bunte Blumen denkt, liegt falsch. Vielmehr wächst auf dem 34 Hektar großen Gelände kaum ein Halm. Dort, wo Darstellungen aus den Anfangszeiten tatsächlich eine grüne Fläche zeigen, dominiert heute Schotter. Wiesn heißt das Fest, weil es auf der Theresienwiese gefeiert wird - benannt nach Therese von Sachsen-Hildburghausen. Ein Stück echte Wiese gibt es im Süden des Geländes, zur Wiesnzeit ist es allerdings ein Parkplatz. Übers Jahr ist die Theresienwiese eine Freizeitfläche für Anwohner, Hundebesitzer und Jogger.

Wie viele Besucher kommen?

Sechs Millionen Besucher kommen jährlich auf die Wiesn, um Fahrgeschäfte, Buden und Bierzelte zu besuchen. 19 Prozent davon aus dem Ausland. Somit wird es auf dem Gelände häufig richtig voll. Wer die Stoßzeiten beim Oktoberfest umgehen möchte, kann im Netz das Oktoberfest-Barometer nutzen. Es zeigt an, wann ein ruhiger Wiesenbummel ohne Gedränge möglich ist.

Gedränge beim Oktoberfest
Gedränge beim Oktoberfest
Quelle: dpa

O'zapft is! Wer hat das Fass am schnellsten angestochen?

Der ehemalige Bürgermeister Christian Ude hält den Rekord: Den schnellsten Anstich aller Zeiten. Beim ersten Anzapfen nach seinem Amtsantritt benötigte er noch ganze sieben Schläge. Dann stellte er in den darauffolgenden Jahren mit nur zwei Schlägen einen neuen Rekord auf. Die Tradition rief 1950 der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer ins Leben: mit 19 Schlägen im ersten Jahr.

Wie geht das eigentlich mit der Dirndlschleife?

Links oder rechts? Was bedeutet nochmal was? Ganz einfach: Schleife links eignet sich für Singles und bedeutet: Anbandeln erlaubt. Schleife rechts heißt: Vergeben. Dennoch sollte beim Anbandeln auf den Wiesn nicht zuerst auf die Schleife, sondern vor allem auf das gegenseitige Interesse geachtet werden. Die Schleife hinten kann aus praktischen Gründen genutzt werden, ist traditionell aber für Witwen vorbehalten.

Was kostet die Maß?

Eine Maß auf dem Oktoberfest kostet dieses Jahr rund elf Euro. Ein erneuter Preisanstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dafür wäre im Getränkemarkt ein ganzer Zehn-Liter-Kasten drin. Schuld daran sind allerdings nicht allein die Brauereien, sondern die hohen Kosten für Pacht der Wiesnfläche und Aufbau der Bierzelte. Der Aufbau eines Zeltes kostet allein zwischen einer und zwei Millionen Euro. Hinzu kommen Ausgaben für Sicherheitspersonal und Musikkapelle - zusammen noch einmal rund 600.000 Euro.

Kellnerin beim Oktoberfest.
Kellnerin beim Oktoberfest.
Quelle: Marc Müller/dpa

Was kann man essen?

144 Gastronomiebetriebe sind dieses Jahr auf den Wiesn vertreten. Darunter auch immer mehr Stände mit vegetarischen oder veganen Gerichten. Besucher haben also die Wahl zwischen Bratwurst und Tofu. Und das Bier ist nach deutschem Reinheitsgebot, sowieso vegan.

Was ist der Wiesn-Workout?

Wer beim Essen und Trinken nicht zunehmen will, sollte sich beim Wiesn-Workout versuchen. Zu den Disziplinen gehören Wurfbude, Schiffschaukel, "Hau den Lukas", Torwandschießen und Teufelsrad. Nach den Antrengungen braucht es aber erstmal eine Maß zur Belohnung.

Warum ist es so warm auf der Wiesn?

Feucht, warm, fast tropisch könnte man das Klima nennen. Auf der Wiesn kann es bis zu zehn Grad wärmer sein als sonst in der Stadt; die Luftfeuchtigkeit liegt ein Drittel höher, wie der Bonner Meteorologe Karsten Brandt bei Messungen herausfand. Zu zwei Dritteln heize die Masse an Gästen selbst das Klima auf. Lichter, Fahrgeschäfte, Hendl-Bratereien und Küchen tun ihr Übriges. Zu Spitzenzeiten braucht die Wiesn so viel Energie wie eine Kleinstadt.

Oktoberfest in München: Oide Wiesn
Altes Karussel auf der Oide Wiesn.
Quelle: imago

Wo gibt es Tradition und Brauchtum?

Trotz Trachten und alten Festzelten wird auch das Oktoberfest immer moderner. Als Gegenentwurf gibt es seit 2010 die Oide Wiesn. Auf dem Gelände neben der großen Wiesn erlebt man das Oktoberfest, wie es früher einmal war. Mit historischen Fahrgeschäften, Volksmusik und traditionellen Bierzelten.

Was passiert mit verlorenen Gegenständen?

4.055 Dinge blieben im vergangenen Jahr liegen und stapelten sich in den Regalen des Wiesn-Fundbüros bis unter die Decke. Darunter waren eine Tuba, ein Kinderautositz und zwei Bootspaddeln - und wie fast jedes Jahr ein Paar Krücken. Sogar Rollstühle und Gebisse werden regelmäßig vergessen.

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