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Historiker im Interview - "Opposition macht freier"

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Warum es für eine Partei gut sein kann, in die Opposition zu gehen, erklärt Historiker Andreas Rödder.

"Opposition bedeutet, es gibt nicht nur die eine Partei, die eine Meinung des Königs, (...) sondern parlamentarische Demokratie", sagt Historiker Andreas Rödder im Interview mit ZDF aspekte. Dort spricht er über die Strahlkraft der Opposition.

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8 min
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"Opposition ist Mist", sagte einst der SPD-Politiker Franz Müntefering. Das war 2004. Doch stimmt das? Im Herbst 2017 hat SPD-Chef Martin Schulz nach der Bundestagswahl mehrfach betont, dass die Sozialdemokraten in die Opposition gehen und keine Neuauflage der Koalition wollen. Das war zwar vor dem Jamaika-Aus, doch was bringt es einer Partei in die Opposition zu gehen?

"Die Opposition entlastet zunächst einmal von der Verantwortung für die politischen Entscheidungen", sagt Historiker Andreas Rödder im ZDF-aspekte-Interview. Sie mache freier, weil man weniger Rücksicht auf Kompromisse nehmen müsse. "Man kann sich auf die eigenen Konzepte, Programmatiken und Ideen konzentrieren."

Die Opposition von heute sei meist die Regierung von gestern und wie sie hoffe, die Regierung von morgen. "Dass man seine größte programmatische, strategische Strahlkraft entwickelt, in dem Moment, wo man sie nicht umsetzen kann, das gehört zu diesem Spiel mit dazu", sagt Rödder. Die Oppositionsarbeit rüste für die Regierungszeit.

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