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Ostern - Diese Fakten müssen Sie kennen

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Was war nochmal Gründonnerstag? Unter den Top sieben Suchanfragen bei Google tauchen Osterbegriffe gleich drei Mal auf. Doch keine Sorge: Wir haben das Wichtigste zusammengetragen.

Ostereier
Ostereier symbolisieren Fruchtbarkeit und neues Leben.
Quelle: dpa

Warum wird Ostern gefeiert?

Ostern ist das wichtigste Fest der Christen. Sie feiern die Auferstehung Jesu drei Tage nach seiner Kreuzigung. Die Feierlichkeiten beginnen schon am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern. Jesus zieht der Bibel nach an diesem Tag in Jerusalem ein. Die Gläubigen am Straßenrand legen Palmblätter auf den Boden, damit Jesus auf seinem Esel nicht durch den Staub reiten muss. Gleichzeitig beginnt am Palmsonntag für die Christen auch die Karwoche. "Kar" ist althochdeutsch und bedeutet "Trauer" oder "Klage". In dieser Woche soll der Fokus auf Stille und Besinnung liegen. Die Karwoche endet am Karsamstag, der oft fälschlicherweise Ostersamstag genannt wird.

Warum wir in Deutschland "Ostern" sagen, ist bis heute ungeklärt. Häufig wird vermutet, dass das althochdeutsche Wort "eostarun" für "Morgenröte" etwas damit zu tun hat. In anderen Ländern lehnen sich die Namen der Feiertage oft an das jüdische Pessach-Fest an, das zur Zeit der Kreuzigung stattfindet.

Was an welchem Feiertag passiert

Gründonnerstag: Die christliche Kirche gedenkt an diesem Tag des letzten Abendmahls. Jesus versammelt seine Jünger zum Abendessen und wäscht ihnen die Füße, als Zeichen der Hingabe und Dienstbereitschaft. Der Name Gründonnerstag hat übrigens nichts mit der Farbe Grün zu tun, sondern kommt wahrscheinlich von dem althochdeutschen "Grunen" und bedeutet "Weinen".

Karfreitag: An Karfreitag wird Jesus von Pontius Pilatus zum Tod am Kreuz verurteilt. Damals ist das eine gebräuchliche Hinrichtungsmethode. Noch am selben Tag findet die Kreuzigung statt. Das Holzkreuz trägt Jesus selbst zum Hinrichtungsort Golgatha.

Archiv: Ostereier
Ob handbemahlt oder besprüht - bunte Ostereier haben Tradition.
Quelle: dpa

Karsamstag: Der letzte Tag der Karwoche - und der Fastenzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag findet die Osternacht statt, in der die Gemeinden die Auferstehung Jesu erwarten und feiern. Übliche Bräuche sind Osterfeuer, Osterkerzen oder ein Osterlamm.

Ostersonntag: Drei Tage nach der Kreuzigung feiern die Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. Der Bibel nach besucht eine Frau an diesem Tag die Grabstätte Jesu und findet sie leer vor. Die Jünger glauben, dass Jesus auferstanden sein muss.

Ostermontag: Am Tag nach der Auferstehung soll sich Jesus laut Lukasevangelium zwei Jüngern auf ihrem Weg nach Emmaus angeschlossen haben. Es dauert einige Zeit, bis sie merken, dass es der auferstandene Jesus ist. Heute ist es der letzte Tag der sogenannten Ostermärsche.

Die ersten Ostermärsche gab es übrigens vor 60 Jahren in London. Seitdem finden jährlich Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen statt, um gegen Kriege und Atomwaffen zu protestieren.

Tanzverbot und Maultaschen

Am Karfreitag herrscht Tanzverbot. Ja wirklich. Das ist nicht so gemeint wie im Hollywood-Streifen "Footloose", wo Tanzen verboten ist. Stattdessen ist es eher ein Vergnügungs-Verbot. Viele öffentliche Veranstaltungen sind untersagt - dazu gehören auch Sportveranstaltungen. Seit Jahren gibt es Debatten um die Sinnhaftigkeit dieser sogenannten "stillen Feiertage". In Umfragen sprechen sich die meisten Deutschen jedoch mehrheitlich für das Tanzverbot aus.

Es gibt noch eine weitere Besonderheit des Osterwochenendes. Bis Ostersonntag fallen die Feiertage nämlich noch in die Fastenzeit. Die Mönche im Kloster Maulbronn erfanden deshalb der Legende nach zu Zeiten des 30-jährigen Krieges eine Speise, die heute im Volksmund "Herrgottsbescheißerle" heißt. Weil sie nicht auf Fleisch verzichten wollten, packten die Mönche klein gehacktes Fleisch zusammen mit Kräutern oder Spinat in Teigtaschen - fertig war die Maultasche. Die Mönche glaubten, dass die Sünde auf diese Art ungeahndet blieb, weil man den fleischigen Inhalt der Teigtaschen von außen nicht erkennen konnte. Auch heute noch werden in schwäbischen Familien am Osterwochenende gerne Maultaschen serviert.

Warum kommt der Osterhase - wozu die ganzen Eier?

Zu Anfang muss eines klargestellt werden: Mit den Osterhasen sind meistens Kaninchen gemeint. Die Mehrzahl der Deko-Objekte sind den kleineren Tieren nachempfunden. Warum der Osterhase die Eier bringt, hat mit der Symbolik zu tun. Hasen gelten als sehr fruchtbar und außerdem als Boten des Frühlings. Das erste Mal taucht der Begriff Osterhase im 17. Jahrhundert auf. Die Sache mit den Eiern entstand auch wegen deren Bedeutung. Sie gelten als Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben - passend zur Auferstehung. Dass es zu Ostern Eier gibt, hatte früher auch einen ganz pragmatischen Sinn. Während der Fastenzeit hatten sich viele angesammelt.

Osterhase und -Ei kommen gut an. Ihre Schokoversionen verkaufen sich sogar besser als die der Weihnachtsmänner. Das Osterhasenpostamt der Deutschen Post hat zudem dieses Jahr 37.000 Biefe aus aller Welt erhalten - so viele wie noch nie. Fragen, Wünsche, Bilder oder Gebasteltes - seit 1982 können Kinder an den Osterhasen scheiben. Die Deutsche Post kennt auch die Adresse des Osterhasen: Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt.

Warum ist Ostern nie am selben Wochenende?

Wichtig für die Berechnung ist der erste Frühlingsvollmond. Der erste Sonntag danach ist immer Ostersonntag. Seit 325 wird so das Datum des Osterwochenendes berechnet, nachdem das Konzil von Nicäa es so festgelegt hatte.

Osterbräuche in anderen Ländern

Mit Material von kna, epd und dpa.

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