Sie sind hier:

Luftangriffe in Gaza - Palästinenser setzen Raketenangriffe fort

Datum:

Die Lage im Gazastreifen spitzt sich weiter zu: Militante Palästinenser haben ihre Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. Israel schlägt zurück. Die Uno mahnt zur Besonnenheit.

Im Gazastreifen droht die Lage zu eskalieren. Militante Palästinenser haben ihre schweren Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. Die israelische Armee reagierte mit Luftschlägen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Dienstag ihre heftigen Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. In der Nacht seien rund 70 Geschosse aus dem Küstenstreifen abgefeuert worden, teilte das israelische Militär mit. Als Reaktion habe die Luftwaffe etwa 50 weitere Ziele der dort herrschenden Hamas und seiner militärischen Einrichtungen angegriffen. Bei den schweren Angriffen wurden seit Montagabend vier militante Palästinenser getötet, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte.

Raketenalarm in den Grenzorten

Bei einem Raketenangriff in der israelischen Küstenstadt Aschkelon wurde ein Haus direkt getroffen. Dabei seien ein Mann getötet und eine Frau schwer verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Auch am Morgen gab es in Grenzorten Raketenalarm. Die Schulen in zahlreichen Städten, darunter auch Beerscheva und Aschkelon, sollten geschlossen bleiben. Ein Sprecher des militärischen Hamas-Flügels drohte mit neuen Angriffen auf weiter entfernte israelische Ziele. Israels Sicherheitskabinett wollte am Dienstag über das weitere Vorgehen beraten.

Die Vereinten Nationen haben angesichts der Zuspizung der Lage im Gazastreifen zur Besonnenheit gemahnt. UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief am Montag in New York nach Angaben eines Sprechers alle Beteiligten zu äußerster Zurückhaltung auf.

300 Raketen auf Israel abgefeuert

Militante Palästinenser hatten Sonntagabend mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert, wie die israelische Armee mitteilte. Israel habe im Gegenzug bisher rund 150 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Eine Panzerabwehrgranate hatte am Montag einen Bus nordöstlich des Gazastreifens getroffen, in dem mindestens ein israelischer Soldat schwer verletzt wurde. Bei dem fehlgeschlagenen Einsatz einer israelischen Spezialeinheit im Gazastreifen waren am Sonntag sieben militante Palästinenser und ein israelischer Offizier getötet worden.

Seit März sind bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze zu Israel nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums mehr als 220 Palästinenser getötet worden. Die Demonstranten fordern eine Aufhebung der seit mehr als einem Jahrzehnt bestehenden Gaza-Blockade sowie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu Israel gehören.

Ägypten bemüht sich seit Monaten um Waffenruhe

Seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen 2007 haben die Extremisten und Israel drei Kriege gegeneinander geführt. Beim jüngsten im Sommer 2014 kamen innerhalb von nur 50 Tagen mehr als 2.200 Palästinenser und 73 Personen auf israelischer Seite ums Leben.

Im Gazastreifen leben mehr als zwei Millionen Menschen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom. Die Hamas wird von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft. Ägypten bemüht sich seit Monaten um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Zuletzt haben Ägypten und die Vereinten Nationen Vereinbarungen zwischen Israel und der Hamas ausgehandelt und damit Hoffnungen geschürt, dass ein neuer Krieg verhindert werden könnte. Die Spannungen nun scheinen das wieder in Zweifel zu ziehen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.