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Prognose eines Vorstands - BER-Abriss: Lufthansa rudert zurück

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Der Pannenflughafen BER ist für viele peinlich. Lufthansa-Vorstand Dirks prognostizierte gar einen Abriss. Doch der Konzern rudert zurück: Es sei zugespitzt formuliert gewesen.

Flughafen BER
Quelle: ZDF

Die Lufthansa hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach Vorstand und Eurowings-Chef Thorsten Dirks einen Abriss des Berliner Großflughafens BER erwartet. "Thorsten Dirks hat die Aussage zum BER zugespitzt, um auf das Ausmaß der Probleme am Hauptstadtflughafen hinzuweisen", erklärte ein Eurowings-Sprecher in der Nacht zum Sonntag. "Selbstverständlich plädiert die Lufthansa Group nicht für einen Neubau des BER."

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte zuvor Dirks mit den Worten zitiert: "Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut." Dirks habe dies am Freitag vor Managern auf dem "Unternehmertag am Tegernsee" erklärt. Die Lufthansa stehe vor dem Problem, dass ihre Ausstattung im Hauptstadtflughafen zwar installiert, nach jahrelanger Verzögerung der Eröffnung inzwischen aber bereits überholt ist.

Scheuer setzt auf BER-Fertigstellung

Der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) setzt trotz des schweren Imageschadens auf die Fertigstellung des BER. "Leider ist das Label BER inzwischen so beschädigt, dass es international nur noch für Belustigung sorgt", sagte Scheuer der "Bild"-Zeitung. Da helfe aber auch kein neuer Name, sondern nur "ein Eröffnungstermin, der eingehalten wird". Einen Abriss und Neubau des BER schloss Scheuer aus. Das Projekt solle erfolgreich abgeschlossen werden. Die wegen zahlreicher technischer Mängel um Jahre verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ist derzeit für Oktober 2020 geplant. Allerdings ist schon jetzt abzusehen, dass die Kapazität des Flughafens nicht ausreicht, um das erwartete Passagieraufkommen zu bewältigen.

Erst am Donnerstag hatte die Flughafengesellschaft bekanntgegeben, dass 750 Monitore für die Fluggastinformation ausgetauscht werden. Sie seien vor der 2012 geplanten Eröffnung eingebaut worden, sechs Jahre mit der allgemeinen Stromversorgung mitgelaufen und hätten nun das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.

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