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Rückflug verzögert - Flugzeugpanne - Maas strandet in Mali

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Die Pannenserie bei der Flugbereitschaft reißt nicht ab: Außenminister Maas ist wegen eines technischen Defekts seines Regierungsfliegers im westafrikanischen Mali gestrandet.

In letzter Zeit gab es immer wieder Pannen bei Regierungsflugzeugen. Gerade erst ist Außenminister Heiko Maas in Mali gestrandet. Warum kommt es bei den Maschinen, die von der Bundeswehr betrieben werden, so häufig zu technischen Defekten?

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Und wieder bleibt ein Regierungsflieger am Boden: Bundesaußenminister Heiko Maas ist zum Abschluss seiner fünftägigen Westafrika-Reise wegen eines Hydraulikschadens in Mali liegen geblieben. Seine Mittelstreckenmaschine vom Typ A319 konnte ihn am Donnerstagabend nicht wie geplant von der malischen Hauptstadt Bamako zurück nach Berlin bringen. Der SPD-Politiker nahm es gelassen. "Ich bin jetzt mehr als 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen", sagte er. Irgendwann erwische es jeden.

Eine größere Ersatzmaschine vom Typ A340 wird nun am Freitagmorgen um 9 Uhr am Flughafen Köln/Bonn starten, um Maas und seine Delegation abzuholen. Die Luftwaffe versicherte auf Twitter, dass sie um 15 Uhr landen und dann nach 90 Minuten wieder startklar sein werde. Sollte das klappen, würde Maas mit 19 Stunden Verspätung in Berlin landen.

Der Außenminister ist seit Sonntag in Westafrika unterwegs und hatte vor Mali das Nachbarland Burkina Faso und Sierra Leone besucht. Mit ihm reisen drei Bundestagsabgeordnete sowie knapp 40 Mitarbeiter, Journalisten und Sicherheitskräfte. Die Planungsänderung verkündete der Chef der Delegation am Abend auf einer Kulturveranstaltung in Bamako, nach der er eigentlich zum Flughafen fahren wollte. Stattdessen ging es zurück ins Hotel.

Hydraulikleck festgestellt

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr setzt die A319 für Kurz- und Mittelstrecken ein. Die Maschine verfügt über 44 Sitzplätze und hat eine Reichweite von etwas mehr als 7.000 Kilometern. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, an der Maschine sei ein Hydraulikleck in einer Größenordnung festgestellt worden, die "außerhalb der Toleranzgrenze" liege.

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Pannen bei der Flugbereitschaft gekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kam deswegen Ende November zu spät zum G20-Gipfel in Buenos Aires. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) blieb im Januar für längere Zeit in Sambia hängen, musste sogar einen Besuch in Namibia absagen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steckte im November wegen eines Triebwerksdefekts stundenlang in Südafrika fest und wenig später dann noch einmal in Äthiopien. Und im Oktober legten Nagetiere in Indonesien die Maschine von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) lahm.

Der CSU-Politiker Müller hatte sich lautstark über die Pannen beschwert. Sie seien ein Debakel für Deutschlands Ruf als High-Tech-Land, schimpfte er. Das schade der Marke "Made in Germany". Derzeit gehören 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier zur Flugbereitschaft. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat inzwischen die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben. "Das ist auch nötig, ich glaube, das merken alle", sagte sie Anfang Februar bei der Verkündung dieses Schritts.

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