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"Mitschuld am Tod von Kindern" - Papst kritisiert Waffenhandel

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Klare Worte vom Papst: "Jedes Land, das Waffen produziert und verkauft, hat den Tod von jedem Kind und die Zerstörung von jeder Familie auf dem Gewissen."

Papst Franziskus appelliert an Europa und Amerika. Archivbild
Papst Franziskus appelliert an Europa und Amerika. Archivbild
Quelle: Evandro Inetti/ZUMA Wire/dpa

Papst Franziskus hat dem Westen wegen seiner Waffendeals mit Ländern in Konfliktregionen eine Mitschuld am Tod von Kindern gegeben. Dass es so viele Kriege in aller Welt gebe, liege daran, dass "das reiche Europa und Amerika Waffen verkaufen".

Diese würden dann genutzt, um Kinder zu töten, kritisierte Franziskus in einer Audienz vor Studenten und Dozenten des San Carlo Instituts in Mailand. Ohne Waffengewalt würde es keinen Krieg in Ländern wie Afghanistan, dem Jemen und Syrien geben.

Papst fordert Willkommenskultur

"Jedes Land, das Waffen produziert und verkauft, hat den Tod von jedem Kind und die Zerstörung von jeder Familie auf dem Gewissen", fuhrt das Kirchenoberhaupt fort.

Zudem mahnte er Länder an, Migranten willkommen zu heißen und zu integrieren. Das von Regierungen vorgebrachte Argument, Asylsuchende aus Sorge vor wachsender Kriminalität auszuweisen, wies er zurück. Gerade in Italien gehe ein Großteil der Kriminalität nicht auf Ausländer zurück, "weil wir davon auch viel haben" sagte Franziskus. "Die Mafia wurde nicht von Nigerianern erfunden. Die Mafia gehört uns."

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von Jochen Spieß
Videolänge:
1 min
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