Sie sind hier:

Segen "Urbi et Orbi" - Papst fordert Frieden und Versöhnung für die Welt

Datum:

Papst Franziskus hat zu Ostern mehr Anstrengungen für Frieden gefordert. Er betete um "Früchte der Versöhnung für das Heilige Land" und um ein Ende des "Gemetzels" in Syrien.

Zehntausende Gläubige waren am Ostersonntag zum Petersplatz in Rom gekommen, um den traditionellen Segen des Papstes zu hören. In seiner Osterbotschaft betet er vor allem für den Frieden in Syrien.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Papst Franziskus hat am Ostersonntag in Rom den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" gespendet und zugleich weltweite Bemühungen um Frieden gefordert. Vor Zehntausenden auf dem römischen Petersplatz versammelten Menschen wies er in seiner Osterbotschaft besonders auf den "schier endlosen Krieg" in Syrien hin. "Diesem Gemetzel muss unverzüglich ein Ende bereitet werden", das humanitäre Völkerrecht respektiert und der Zugang der Bevölkerung zu der dringend benötigten Hilfe erleichtert werden, mahnte der Papst.

Vor dem Hintergrund, dass es jüngst Tote bei Demonstrationen von Palästinensern an der Grenze zu Israel gab, rief Franziskus zu Versöhnung für das Heilige Land auf. Dieses werde, "auch in diesen Tagen durch offene Konflikte heimgesucht, die die Zivilbevölkerung nicht verschonen."

Nordkorea und Südkorea: Papst hofft auf positiven Dialog

Mit Blick auf die Annäherung zwischen Nord- und Südkorea äußerte der Papst Hoffnung auf eine positive Entwicklung der Dialogbemühungen. Vor dem geplanten Treffen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump sagte er, die politisch Verantwortlichen müssten "weise und mit Bedacht handeln, um dem Wohl des koreanischen Volkes zu dienen und vertrauensvolle Beziehungen innerhalb der internationalen Gemeinschaft aufzubauen".

Angesichts der politischen und humanitären Krise in Venezuela äußerte das Kirchenoberhaupt seine Anteilnahme am Leid der Bevölkerung, die "im eigenen Land wie in der Fremde lebt". An die Konfliktparteien appellierte er, einen "gerechten, friedlichen und menschlichen Weg aus der politischen und humanitären Krise" zu suchen.

Papst Franziskus erinnert an Menschen in Afrika

Mit Blick auf notleidende Menschen in Afrika erinnerte der Papst an die dortige Bevölkerung, die sich nach einem würdevolleren Leben sehne - vor allem dort, wo sie von Hunger, andauernden Konflikten und Terrorismus geplagt seien. Franziskus forderte insbesondere Friedensbemühungen für den Südsudan und die Demokratische Republik Kongo.

"Vergessen wir nicht die Opfer dieses Konflikts, insbesondere die Kinder", sagte er. An die Zielländer von Flüchtlingen aus afrikanischen Krisenländern appellierte das Kirchenoberhaupt, sich solidarisch mit jenen zu zeigen, denen in ihrer Heimat die Lebensgrundlage entzogen worden sei.

"Was mache ich, was machst du heute, am Ostersonntag 2018?"

Gottes Botschaften seien immer für Überraschungen gut, sagte der Papst zuvor während der Ostermesse auf dem Petersplatz in seiner kurzen, frei gehaltenen Predigt. Das gelte besonders für die Osterbotschaft: Christus sei auferstanden. Dies habe Menschen in Eile versetzt, um anderen sofort davon zu berichten. Die Frage sei, was das für Christen heute bedeute: "Was mache ich, was machst du heute, am Ostersonntag 2018?", fragte Franziskus.

Zu dem Ostergottesdienst mit dem Papst sind Zehntausende Christen aus Italien und der ganzen Welt gekommen. Das Fürbittengebet wurde in den Sprachen Russisch, Englisch, Chinesisch und Italienisch gehalten. Die Bitte "für den Papst und alle Bischöfe der Kirche" wurde auf Russisch gesprochen, jene für Priester- und Ordensberufungen auf Chinesisch. Die Wahl der Sprache kann durchaus als ökumenische und politische Geste verstanden werden. So erfolgte die Fürbitte für Arme, Leidende und Opfer von Hass schließlich auf Arabisch.

Der Ostergottesdienst hat unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Zahlreiche italienische Sicherheitskräfte waren rund um den Petersplatz im Einsatz. Etliche Straßen rund um den Vatikan wurden für die Feierlichkeiten gesperrt.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.