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"Fakten statt Fake News" - Papst würdigt öffentlich-rechtlichen Rundfunk

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Papst Franziskus hat sich besorgt gezeigt über die zunehmende Verbreitung von Fake News. Er sieht gerade in ARD, ZDF und DLF Bollwerke, die für Freiheit und Menschenwürde stehen.

Papst-Audienz für die Intendanten der Öffentlich-rechtlichen Sender
Papst-Audienz für die Intendanten von ARD und ZDF.
Quelle: dpa

Im Kampf gegen gefälschte Nachrichten hat Papst Franziskus bei einem Besuch einiger Intendanten im Vatikan an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk appelliert: "Ich ermutige Sie in Ihrem Einsatz, dafür zu sorgen, dass es Fakten statt Fake News, Objektivität statt Gerücht, Differenzierung statt oberflächlicher Schlagzeilen gibt."

Franziskus: Sender sollen für Werte einstehen

Franziskus sprach von einer "besorgniserregenden Entwicklung" in der Welt. Dabei nannte er "Anfechtung des Rechts auf Leben, Vormarsch der Euthanasie, Verneinung der sozialen Gleichheit, mangelnde Integration, Verstoß gegen die Menschenwürde und gegen die Gewissensfreiheit". Die öffentlich-rechtlichen Medien hätten die Aufgabe, "für das hohe Gut der menschlichen Freiheit und Würde entschieden Stellung zu beziehen".

Bei dem Treffen im Vatikan waren neben ZDF-Intendant Thomas Bellut und seinen Kollegen von ARD, Deutschlandradio und Deutscher Welle auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dabei.

Marx würdigt Partnerschaft

Marx würdigte die Öffentlich-Rechtlichen als vertrauensvolle Partner in der Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Kirche. Marx bezeichnete ARD und ZDF wegen ihrer unabhängigen Berichterstattung als wichtige "Pfeiler für die Sicherung unserer Demokratie". Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm sagte bei der ökumenischen Audienz, in Zeiten wachsender internationaler Spannungen und nationalistischer Tendenzen sei Zusammenarbeit zwischen Christen besonders wichtig. "Wir Christen können dort ein Wärmestrom sein, wo sich menschliche Kälte breitzumachen droht."

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