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Neuseeland will Abtreibungsverbot aufheben

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Parlament stimmt für Gesetz - Neuseeland will Abtreibungsverbot aufheben

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2018 gab es in Neuseeland mehr als 13.000 Abtreibungen. Doch der Bewilligungsprozess dafür dauert sehr lange. Nun will das Parlament das mehr als 40 Jahre alte Gesetz reformieren,

Neuseeland will das Abtreibungsrecht liberalisieren. Archivbild
Neuseeland will das Abtreibungsrecht liberalisieren. Archivbild
Quelle: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

In Neuseeland hat das Parlament ein neues Abtreibungsrecht auf den Weg gebracht. Es verbietet Schwangerschaftsabbrüche nicht mehr grundsätzlich. Für das neue Gesetz stimmte in erster Lesung eine große Mehrheit der 94 Abgeordneten. 23 waren dagegen. Einen Termin für die endgültige Verabschiedung des Gesetzes gibt es noch nicht.

Die alte Regelung stammt aus dem Jahr 1977. Bislang sind in Neuseeland Abtreibungen nur erlaubt, wenn das Leben oder die Gesundheit der Mutter in Gefahr sind.

Zustimmung von Ärzten fällt weg

Dafür wird die Zustimmung von zwei Ärzten oder anderen Experten benötigt. Meist berufen sich Frauen derzeit darauf, dass ihre seelische Gesundheit gefährdet ist und bekommen Abtreibungen dann auch genehmigt. Im vergangenen Jahr gab es in dem Pazifikstaat mehr als 13.000 Abtreibungen. Künftig sollen Frauen bis zur 20. Woche einer Schwangerschaft allein entscheiden können.

Für die Abstimmung wurde der Fraktionszwang im Parlament von Wellington aufgehoben. Premierministerin Jacinda Ardern von der sozialdemokratischen Labour-Partei sagte, die "Kriminalisierung" von Frauen, die sich für eine Abtreibung entschieden, müsse beendet werden. Jetzt müsse es "endlich um die Würde der Frauen und ihre Rechte" gehen.

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