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Nach Juden-Äußerung - Südwest-AfD für Gedeon-Ausschluss

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Bereits 2016 hatte Wolfgang Gedeon (AfD) seine Landtagsfraktion zur Spaltung gebracht. Jetzt will ihn die AfD loswerden. Doch Gedeon bekommt Rückendeckung.

Das fraktionslose AfD-Mitglied Wolfgang Gedeon. Archivbild
Das fraktionslose AfD-Mitglied Wolfgang Gedeon. Archivbild
Quelle: Marijan Murat/dpa

Der Landesvorstand der Südwest-AfD unterstützt das Vorhaben des AfD-Bundesvorstands, den umstrittenen Wolfgang Gedeon (AfD) aus der Partei auszuschließen. Das bestätigte AfD-Landeschef Ralf Özkara.

Gedeon hatte die Gründung einer Vereinigung jüdischer AfDler als "problematische Angelegenheit" bezeichnet. Zuspruch für die Aussage hatte er von Parteikollegen Stefan Räpple (AfD) erhalten, der sagte, er stehe "voll und ganz hinter den Äußerungen von Herrn Gedeon".

Auch Räpple drohen Konsequenzen

"Der Landesverband hat darum ersucht, dem Parteiausschlussverfahren des Bundesverbands beizutreten", sagte Özkara. Zudem sei der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple bis Donnerstag nächster Woche dazu aufgerufen, sich von Gedeon zu distanzieren. Tue er das nicht, drohten Ordnungsmaßnahmen.

Gedeon hatte auf seiner Facebook-Seite geschrieben: "Im günstigsten Fall ist diese Gründung überflüssig wie ein Kropf, im ungünstigsten Fall handelt es sich um eine zionistische Lobbyorganisation, die den Interessen Deutschlands und der Deutschen zuwider läuft."

Antisemitismusvorwürfe gegen Gedeon hatten 2016 vorübergehend zur Spaltung der AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag geführt.
Gedeon gehört dem Landesparlament derzeit als fraktionsloser Abgeordneter an. Er ist aber weiter Mitglied der AfD.

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