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Mindestens 23 Verletzte - Flugzeug landet bei Moskau im Maisfeld

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Beinahe-Katastrophe bei Moskau: Vögel fliegen in die Triebwerke einer russischen Passagiermaschine. Das voll betankte Flugzeug muss in einem Maisfeld notlanden.

Dem Piloten einer Passagiermaschine ist eine spektakuläre Notlandung auf eimem Maisfeld gelungen. 233 Insassen verdanken ihm ihr Leben.

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Ein russisches Passagierflugzeug mit mehr als 230 Menschen an Bord ist nach einer Kollision mit Vögeln bei Moskau in einem Maisfeld gelandet. Dabei seien am Donnerstag mindestens 23 Menschen verletzt worden, teilten die Behörden mit.

Die Verletzten, darunter neun Kinder, erlitten demnach Prellungen und Hautabschürfungen. Die meisten Passagiere seien ambulant behandelt worden, nur eine 69 Jahre alte Frau sei im Krankenhaus geblieben.

Fahrwerk von Maschine nicht ausgefahren

Die Passagiere sind womöglich nur knapp einer Katastrophe entkommen. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde war ein Schwarm Möwen beim Start in die Triebwerke der Maschine der Fluglinie Ural Airlines geraten. Dies habe zu erheblichen Störungen geführt.

Karte von Russland mit dem Flughafen Schukowski
Karte von Russland mit dem Flughafen Schukowski
Quelle: ZDF

Bei der Notlandung am Flughafen Schukowski vor den Toren Moskaus hätten die Piloten die Motoren abgeschaltet, teilte die Behörde weiter mit. Das Fahrwerk der voll betankten Maschine sei nicht ausgefahren gewesen. "Alles ist innerhalb von ein paar Sekunden passiert", sagte die Passagierin Irina Ussatschewa dem Fernsehsender Rossia 24. "Wir sind abgehoben und dann wieder gelandet."

Passagiere verlassen Flugzeug über Notrampen

Auf Bildern war zu sehen, dass der Airbus 321 in dem Maisfeld mehr als einen Kilometer von der Landebahn entfernt steht. Die Crew habe die Maschine über kleinere Notrampen evakuiert. Videos zeigten, wie sich Menschen durch Maispflanzen von dem Flugzeug entfernten. An der Maschine sei erheblicher Schaden entstanden. Die genauen Umstände werden noch untersucht.

In sozialen Netzwerken dankten viele Passagiere den Piloten. Sie hätten 226 Menschen das Leben gerettet, hieß es. Die Agentur Ria Nowosti zitierte einen Fluggast mit den Worten: "Ich hielt mein Kreuz fest, jetzt glaube ich definitiv an Gott."

Behörden: Piloten verhinderten Schlimmeres

Nach Angaben der Behörde konnten dank des professionellen Handelns der Piloten schwere Verletzungen verhindert werden. Neben den Passagieren befanden sich auch sieben Besatzungsmitglieder an Bord.

Die Maschine sollte von Moskau nach Simferopol auf der Halbinsel Krim fliegen, wo viele Russen Urlaub machen. Die Sommerferien enden in gut zwei Wochen.

Anfang Mai waren bei einer Flugzeugkatastrophe in Moskau 41 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine war auf ihrem Weg nach Murmansk im Norden des Landes kurz nach dem Start wegen technischer Probleme zum Moskauer Flughafen Scheremetjewo zurückgekehrt. Beim Landeanflug prallte der Suchoi Superjet-100 mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. 37 Menschen konnten sich retten.

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