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Umfrage - Jeder zweite Patient schätzt "Dr. Google"

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Wer krank ist, möchte wissen, an was er gerade leidet. Immer mehr Patienten googeln ihre Symptome im Internet. Einer neuen Studie zufolge baut gar jeder Zweite auf "Dr. Google".

Google-Logo spiegelt sich in einem Auge, aufgenommen am 23.11.2011
Google-Logo spiegelt sich in einem Auge Quelle: dapd

Das Internet ist für Patienten ein geschätzter Gesundheitsratgeber. Neben Gesprächen mit Ärzten und Freunden gehört "Dr. Google" zu den am häufigsten herangezogenen Quellen, wie aus einer am Freitag in Gütersloh veröffentlichten Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht.

Demnach ist jeder zweite Patient mit den Online-Gesundheitsinfos zufrieden. Weitere 44 Prozent fühlen sich von "Dr. Google" teilweise gut beraten. Nur drei Prozent seien mit den Rechercheergebnissen unzufrieden, heißt es in der von den Marktforschungsinstituten Kantar Emnid und Rheingold durchgeführten Befragung.

Einfach zu kontaktieren und immer erreichbar

"Dr. Google" sei einfach zu kontaktieren, immer und überall erreichbar, habe unbegrenzt Zeit und biete Expertenwissen für Laien, so die Autoren. Patienten nutzten die Informationen, um ärztliche Empfehlungen zu überprüfen, einen Arzttermin vorzubereiten und Therapien zu vergleichen. Neben Faktenwissen suchten sie auch Sicherheit, Beruhigung, Austausch oder Zerstreuung.

Bei vielen Portalen finden die Suchenden laut Studie Informationen von "solider bis sehr guter Qualität". Patienten sollten mit ihrem Arzt offen über die Internetrecherche sprechen können, forderte die Stiftung. Rund 60 Prozent der Mediziner gehen nach Angaben der Patienten auf die selbst recherchierten Infos ein. Aber jeder dritte Patient verschweige dem Arzt den Internetbesuch.

Verlässliche Informationen für viele schwer zu erkennen

Nach Einschätzung der Patienten weisen 40 Prozent der Mediziner auf gute Online-Informationen hin. Und 20 Prozent der Ärzte ermutigen aus Sicht der Befragten zur Eigenrecherche im Internet. Jeder sechste Arzt (14 Prozent) rate davon ab.

"In den Praxen wird das Potenzial von 'Dr. Google' häufig noch verschenkt", erklärte die Gesundheitsexpertin der Stiftung, Marion Grote-Westrick. Ärzte sollten Patienten darin bestärken, sich selbst zu informieren. Dazu müssten Mediziner gute Internetseiten und Apps kennen und diese weiterempfehlen. Denn 65 Prozent der Internetnutzer gaben an, dass verlässliche Informationen schwer zu erkennen seien.

Aus der Studie geht zudem hervor, dass Patienten die Qualität der gefundenen Informationen nur selten hinterfragten. Öffentlich finanzierte Fachportale würden nicht vertrauenswürdiger bewertet als kommerzielle Internetseiten.

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