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Patt um "Sea-Watch" dauert an - Zwei Migranten dürfen an Land

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Der Nervenkrieg um die "Sea-Watch 3" geht weiter. Das Schiff mit Migranten liegt in Sichtweite des Hafens von Lampedusa, darf aber nicht anlegen. Die Lage wird immer angespannter.

Die «Sea Watch 3» sitzt mit 40 Migranten fest. Archiv.
Die «Sea Watch 3» sitzt mit 40 Migranten fest. Archiv.
Quelle: Salvatore Cavalli/AP/dpa

Das Patt um das Schiff der deutschen Hilfsorganisation "Sea-Watch" vor Lampedusa dauert an. In der Nacht durften ein 19-Jähriger und sein minderjähriger Bruder aus medizinischen Gründen an Land.

Damit befinden sich noch 40 Migranten auf der "Sea-Watch 3". Als Solidaritätsbekundung übernachteten fünf italienische Abgeordnete auf dem Schiff. Am Morgen kam in Lampedusa ein anderes Flüchtlingsboot mit 15 Menschen an. Das Schiff habe ungehindert in den Hafen einfahren können, berichtete der italienische Sender "Tgcom24".

Mitte-Links-Abgeordnete zeigen Solidarität

Die "SeaWatch 3" hatte trotz Verbots Kurs auf die italienischen Hoheitsgewässer genommen und Lampedusa angesteuert. Auf Anweisung der Polizei musste das Schiff aber rund eine Seemeile vor dem Hafen stoppen. Mehrere italienische Abgeordnete des Mitte-Links-Spektrums kamen an Bord, um ihre Solidarität auszudrücken.

Carola Rackete aus Kiel, deutsche Kapitänin der «Sea-Watch 3».

Sea-Watch-Kapitänin Rackete - "Sind allein gelassen worden"

Seit Wochen darf das Rettungsschiff Sea-Watch 3 nicht anlegen. Kapitänin Rackete wirft den europäischen Staaten vor, sich nicht für eine Lösung des Konflikt zu interessieren.

Italien fordert Zusicherung anderer EU-Staaten

Italiens Innenministers Matteo Salvini von der rechtsradikalen Lega-Partei hatte erklärt, die Migranten dürften das Schiff nur verlassen, wenn die Niederlande, Deutschland oder ein anderes europäisches Land sie aufnehmen.

Die EU-Kommission kündigte am Donnerstag an, dass mehrere Mitgliedstaaten bereit zu einer solchen Flüchtlingsverteilung seien. Zunächst müssten die Flüchtlinge das Schiff aber verlassen. Italienischen Medienberichten zufolge sprach Italiens Regierungschef Giuseppe Conte am Rande des G20-Gipfels in Japan am Freitag lange mit seinem niederländischen Amtskollegen Mark Rutte.

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