Trump: USA heben Türkei-Sanktionen auf

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Angeblich Waffenruhe - Trump: USA heben Türkei-Sanktionen auf

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Die Türkei habe eine dauerhafte Waffenruhe in Syrien zugesichert, sagt US-Präsident Trump. Die Sanktionen gegen Ankara würden daher aufgehoben - vorausgesetzt die Waffenruhe hält.

Die Türkei und Russland übernehmen in Nordsyrien die Kontrolle. Russische Einheiten laufen an der türkischen Grenze bereits Patrouille. Unterdessen haben die USA Sanktionen gegen die Türkei aufgehoben.

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Die Türkei hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien zugesichert. Ankara habe seine Regierung darüber informiert, dass sie den derzeit zeitlich begrenzten Waffenstillstand "dauerhaft" machen werde. Die türkischen Streitkräfte würden ihre Kämpfe und die Offensive in Nordsyrien stoppen.

Daher würden die gegen die Türkei verhängten US-Sanktionen wieder aufgehoben, verkündete Trump weiter. Falls die Türkei ihren Verpflichtungen allerdings nicht nachkommen werde, könnten die Sanktionen wieder eingeführt und verschärft werden. Dies werde geschehen, sofern nicht "etwas passiert, womit wir nicht glücklich sind", so Trump wörtlich. Die USA hatten wegen der Offensive vergangene Woche Sanktionen verhängt. Unter anderem waren Strafzölle auf Stahlimporte auf 50 Prozent angehoben worden. Trump hatte außerdem angekündigt, Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit der Türkei abzubrechen.

Mehr als 100 IS-Kämpfer untergetaucht

Durch den Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien hatte der US-Präsident der türkischen Offensive erst den Weg bereitet. Die Operation der Türkei richtete sich gegen die Kurdenmiliz YPG - ein Verbündeter der US-Streitkräfte im Kampf gegen die IS-Terrormiliz. Trump war vorgeworfen worden, die YPG im Stich gelassen zu haben. Er bestritt das vehement. Trump sagte am Mittwoch, er habe auch mit Maslum Abdi, gesprochen, dem Kommandeur der von der YPG dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte SDF. Abdi sei "dankbar" für das Engagement der USA. "Wir haben die Leben vieler, vieler Kurden gerettet", sagte Trump.

Seit Beginn der türkischen Offensive sind nach US-Angaben mehr als 100 IS-Angehörige aus Gefängnissen in Nordsyrien geflohen. "Wir würden sagen, dass die Zahl jetzt über 100 ist", sagte der US-Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, am Mittwoch im US-Repräsentantenhaus. "Wir wissen nicht, wo sie sind." Die SDF, die durch den türkischen Angriff unter erheblichen Druck gerieten, waren für die Bewachung der IS-Gefangenen zuständig.

Russische Einheite rücken vor

US-Vizepräsident Mike Pence hatte vergangene Woche in Ankara einen temporären Waffenstillstand ausgehandelt, der einen Rückzug der YPG aus dem Grenzgebiet vorsah. Am Dienstagabend vereinbarten Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin eine gemeinsame Kontrolle der nordsyrischen Grenzgebiete. Sie drohten der YPG mit Angriffen, falls diese ihre Waffen nicht aus dem Grenzgebiet abziehen sollte. Einheiten der russischen Militärpolizei rückten am Mittwoch Richtung Nordostsyrien vor. Die Türkei sieht in der YPG eine Terrororganisation. Russland unterstützt Syriens Präsident Baschar al-Assad und begrüßte den Abzug der US-Truppen.

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