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Zwei Tage nach der Wahl - Petry kündigt AfD-Austritt an

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Bundesvorsitzende Frauke Petry wird die AfD verlassen. "Klar ist, dass dieser Schritt erfolgen wird", sagte Petry, ohne einen Zeitpunkt zu nennen. Ihre Ämter in der sächsischen Fraktionsführung legte sie bereits nieder. Auch ihr Mann, AfD-Chef in NRW, kündigte seinen Rücktritt aus Fraktion und Partei an.

Die neu in den Bundestag gewählte AfD trifft sich zu ihrer ersten Sitzung. Spitzenkandidat Gauland sagte im ZDF, er hoffe, dass keine weiteren Abgeordneten die Fraktion verlassen. Parteichefin Petry hatte angekündigt, nicht der Fraktion angehören zu …

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Zusammen mit dem Parlamentarischen Geschäftsführer Uwe Wurlitzer und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Kirsten Muster legte Frauke Petry ihr Amt als Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag nieder. Mit "Ablauf des heutigen Tages" würden alle drei zudem aus der Fraktion austreten, aber weiter ihre Mandate als Einzelabgeordnete behalten, hieß es.

Grundsätzliche Meinungsunterschiede

Als Grund wurden grundsätzliche Meinungsunterschiede mit Teilen der Partei genannt, die ihnen eine Fortführung der Arbeit in der Fraktion unmöglich machten. Nach ihrer Wahl in den Bundestag hatte Petry bereits am Montag in Berlin mitgeteilt, auch dort nicht der AfD-Fraktion angehören zu wollen. Anschließend verließ sie eine gemeinsame Pressekonferenz mit den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland. Die 42-jährige Petry hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag ein Direktmandat in Sachsen gewonnen.

Weidel hatte Petry aufgefordert, den Parteivorsitz niederzulegen und die AfD zu verlassen. AfD-Vorstandsmitglied André Poggenburg sagte, nur so könne Petry "einem Antrag auf Parteiausschluss zuvorkommen". Auch der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen legte ihr den Austritt aus der Partei nahe.

Auch Pretzell geht

Zunächst will Petry "als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag" arbeiten. Ob sie die Gründung einer eigenen Fraktion oder Parlamentariergruppe anstrebt, hatte sie am Montag nicht gesagt. Ihr Ehemann, AfD-Vorsitzender in Nordrhein-Westfalen, will Partei und Fraktion ebenfalls verlassen. Diesen Schritt habe Marcus Pretzell, der auch die Fraktion anführt, für deren nächste Sitzung angekündigt, sagte AfD-Fraktionssprecher Michael Schwarzer in Düsseldorf. Sein Lantagsmandat wolle Pretzell behalten.

Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte erklärte im ZDF, dass die Chancen, dass andere Politiker folgen und sich dem Petry-Lager anschließen, nicht gering sind. "Selbstzerstörung ist ein Markenzeichen neuer Parteien", so Korte weiter.

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