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Tropensturm "Tembin" - Mehr als 180 Tote auf den Philippinen

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Heftige Regenfälle, Geröll- und Schlammlawinen: Ein Tropensturm hat auf den Philippinen vielen Menschenleben gekostet. Es war bereits der zweite Tropensturm innerhalb einer Woche.

Der Tropensturm "Tembin" hat im Süden der Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mehr als 180 Menschen kamen dabei ums Leben.

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Durch den Tropensturm "Tembin" sind auf den Philippinen mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen. Auf Mindanao, der zweitgrößten philippinischen Insel, wurden nach Polizeiangaben am Samstag dutzende Leichen aus einem über die Ufer getretenen Fluss geborgen. Weitere Todesopfer und Vermisste gab es in Städten und Dörfern, die von Schlamm- und Gerölllawinen verwüstet wurden. Ein Bergdorf wurde vollständig zerstört.

Zahlreiche Leichname aus Fluss geborgen

Tropensturm Tembin, aufgenommen am 23.12.2017 in Salvador
Tropensturm Tembin, aufgenommen am 23.12.2017 in Salvador Quelle: epa

Der Sturm "Tembin" war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden der Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten vor allem in der Provinz Lanao del Norte im Nordwesten der Insel schwere Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Die Polizei meldete allein dort 127 Tote und 69 Vermisste. Allein in der Stadt Sapad wurden am Samstag dutzende Leichen aus dem Fluss Salog geborgen, wie die Polizei mitteilte. Die meisten Todesopfer stammten demnach aus der flussaufwärts gelegenen Ortschaft Salvador. In Salvador selbst wurden nach Behördenangaben mehrere weitere Leichen gefunden.

Besonders schwer wurde auch die Region um die Stadt Tubod getroffen. Im Bergdorf Dalama kamen nach Polizeiangaben 19 Menschen ums Leben, das Dorf wurde vollständig zerstört. Ein Fluss sei über die Ufer getreten und habe fast alle Häuser weggeschwemmt, sagte der Polizist Gerry Parami aus Tubod. "Das Dorf ist nicht mehr da." Polizisten, Soldaten und Freiwillige wurden mobilisiert, um in Schlamm und Geröll nach Leichen und Überlebenden zu suchen.

Geröll- und Schlammlawinen zerstörten nach Behördenangaben auch 40 Häuser in der Stadt Piagapo. Mindestens zehn Bewohner wurden getötet, wie der Zivilschutzvertreter Saripada Pacasum sagte. Die Rettungskräfte kamen demnach nur langsam voran, weil sie vielerorts erst Felsen aus dem Weg räumen mussten. In einigen Regionen brachen zudem die Stromversorgung und das Kommunikationsnetz zusammen.

Ortschaften überflutet

Besondere Sorgen bereitete den Behörden die Situation auf der verarmten Halbinsel Zamboanga. Wie das örtliche Fernsehen berichtete, wurden dort mindestens drei Ortschaften überflutet. Nach Polizeiangaben kamen mindestens 28 Menschen durch Schlamm- und Gerölllawinen vor allem in Küstenorten wie Sibuco ums Leben, 81 weitere Menschen galten zunächst als vermisst. Möglicherweise hätten viele Menschen die Warnungen der Behörden ignoriert, sagte der Bürgermeister von Sibuco, Norbideiri Edding, dem Radiosender Manila DZMM.

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Stundenkilometern weiter nach Westen über die Sulusee. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollte er am Abend an der Spitze der westlichen Insel Palawan erneut auf Land treffen.

Zweiter Sturm innerhalb einer Woche

Erst vor knapp einer Woche war der Tropensturm "Kai-Tak" mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweggezogen. 54 Menschen kamen ums Leben, 24 weitere werden noch vermisst.

Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen und anderen Stürmen heimgesucht. Viele davon verlaufen tödlich. Zu den schlimmsten Stürmen in der jüngeren Vergangenheit zählte der Supertaifun "Haiyan", der das Land im November 2013 traf. Mehr als 7.350 Menschen wurden getötet, ganze Städte wurden verwüstet.

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