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Regierungspartei liegt klar vorn - PiS-Partei gewinnt Parlamentswahl in Polen

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Die Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) hat die Parlamentswahl in Polen gewonnen. Laut ersten Prognosen kommt die Partei auf 43,6 Prozent der Stimmen.

Natalie Steger berichtet, die regierende PiS-Partei habe bei den Parlamentswahlen offenbar eine deutliche Mehrheit, womöglich gar die absolute Mehrheit erreicht. Die Kluft in der Gesellschaft und Auseinandersetzungen mit der EU würden sich verstärken.

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Die Nationalkonservativen bleiben in Polen stärkste politische Kraft. Die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki errang bei der Parlamentswahl ersten Prognosen zufolge einen klaren Sieg.

"Wir haben Vertrauen gewonnen"

Laut ersten Prognosen stimmten 43,6 Prozent der Wähler für die PiS.
"Dieses Ergebnis gibt uns einen großen gesellschaftlichen Auftrag, wir haben Vertrauen gewonnen", sagte Morawiecki vor jubelnden Anhängern. Das stärkste Oppositionsbündnis, die liberalkonservative Bürgerkoalition (KO) der ehemaligen Regierungspartei Bürgerplattform (PO), kam mit Spitzenkandidatin Malgorzata Kidawa-Blonska auf 27,4 Prozent der Stimmen.

Auf das Linksbündnis SLD entfielen 11,9 Prozent, auf die konservative Polnische Koalition der Bauernpartei PSL 9,6 Prozent. Auch die Partei Konfederacja des Rechtspopulisten Janusz Korwin-Mikke schaffte mit 6,4 Prozent den Einzug in das Parlament. Nach den ersten Prognosen könnte Morawiecki wie bisher allein ohne Koalitionspartner regieren: Für die absolute Mehrheit sind 231 Abgeordnetenmandate im Sejm notwendig. Die PiS kommt im endgültigen Ergebnis auf 235 Sitze, die KO auf 134 Sitze, die Linke auf 49, die Bauernpartei auf 30 und die Konfederacja auf elf Sitze.  

PiS nutzte bis jetzt ihre absloute Mehrheit

Seit dem Regierungswechsel 2015 hatte die PiS ihre absolute Mehrheit genutzt, um unter der Losung "dobra zmiana" (guter Wandel) vieles in Polen grundlegend umzukrempeln. Unter anderem begann die Partei umstrittene Reformen der Justizwesens. Mit diesem Wahlieg der PiS könnte der Streit zwischen Warschau und Brüssel um die umstrittenen Justizreformen anhalten. Auch das deutsch-polnische Verhältnis bleibt voraussichtlich angespannt, da die PiS Reparationsforderungen an Deutschland stellt. Die EU-Kommission ist bereits mehrfach vor den Europäischen Gerichtshof gezogen.

Auch das deutsch-polnische Verhältnis hat sich unter der PiS abgekühlt. Sowohl Staatspräsident Andrzej Duda als auch Regierungschef Morawiecki hatten in den vergangenen Monaten Wiedergutmachung von Deutschland für die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg gefordert. Die PiS hat diese Forderungen auch in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Ihren Rückhalt bei vielen polnischen Wählern dürfte die PiS vor allem den Reformen des Sozialsystems verdanken - und weiteren Versprechungen zugunsten der sozial Schwachen im Wahlkampf.

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