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Antarktis - Pläne für Meeresschutzgebiet gescheitert

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Der Plan der Europäer: Das größte Meeresschutzgebiet der Welt am Südpol einrichten. Doch die Idee wird blockiert - vor allem von China und Russland.

Rückschlag für den Meeresschutz: China und Russland haben die Pläne, das Weddell-Meer in der Antarktis zum Schutzgebiet zu erklären, blockiert. Das Meer, Heimat von Kaiserpinguin, Seebär & Co., ist eine der letzten unberührten Regionen der Ozeane.

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Die internationalen Bemühungen zum Schutz des Südpolarmeers nördlich der Antarktis haben einen Rückschlag erlitten. Bei einer Konferenz auf der australischen Insel Tasmanien scheiterte das Vorhaben, im dortigen Weddell-Meer ein mehr als 1,8 Millionen Quadratkilometer großes Schutzgebiet einzurichten - fünf Mal so groß wie Deutschland. Nach Angaben von Teilnehmern wurden die Pläne von Russland und China blockiert. Auch von Norwegen kam Widerstand.

Karte: Weddell-Meer
Das Weddell-Meer ist das größte der rund 14 Randmeere des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent.
Quelle: ZDF

In Tasmaniens Hauptstadt Hobart berät alljährlich die internationale Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) aus mehr als zwei Dutzend Staaten. Sie ist zuständig für die Kontrolle der Fischerei sowie die Ausweisung von Schutzgebieten. Der Vorschlag fürs Weddell-Meer kam von der EU und wurde auch vom Bundestag unterstützt. Er soll nun nächstes Jahr erneut beraten werden. Es wäre das größte Meeresschutzgebiet der Welt.

Weddell-Meer blieb bislang von Fischerei weitgehend verschont

In dem Gebiet leben mehr als 300.000 Kaiserpinguine. Dort sind auch Blauwale, Seeelefanten, Antarktische Seebären sowie seltene Seevögel zuhause. Bislang blieb das Weddell-Meer von Fischerei weitgehend verschont, weil große Teile ständig von Eis bedeckt sind. Wegen des Klimawandels wird jedoch erwartet, dass Fangflotten auf der Jagd nach Krill und Seehecht bald auch dorthin kommen. In den Gebieten weiter nördlich werden jährlich Hunderttausende Tonnen Krill gefischt.

Eine Gruppe Kaiserpinguine im Schnee. Mehrere ausgewachsene Pinguine stehen hinter drei Jungtieren, die noch grau und plüschig sind.
Eine Gruppe Kaiserpinguine im Schnee.
Quelle: imago/blickwinkel

Das Weddell-Meer ist das größte der rund 14 Randmeere des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent. Der Name stammt von dem britischen Segler James Weddell, der 1823 in das bis dahin nahezu unberührte Gebiet vorstieß. Die Antarktis ist internationales Gebiet. Zahlreiche Länder unterhalten dort einige Dutzend Forschungsstationen.

Drei See-Elefanten in
Drei See-Elefanten singen
Quelle: Roie Galitz / CWPA / Barcroft Images

Im Antarktisvertrag von 1959 ist bestimmt, dass das Gebiet nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden darf. Seit vergangenem Jahr gibt es dort bereits ein Schutzgebiet, das Rossmeer (Ross Sea), das etwa vier Mal so groß wie Deutschland ist.

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