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Polen trauert um Pawel Adamowicz - Abschied von Danzigs Bürgermeister

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Zehntausende Polen erweisen dem erstochenen Bürgermeister Danzigs die letzte Ehre. Rund eine Woche nach dem tödlichen Attentat wird der Politiker beigesetzt.

Trauergottesdienst für den getöteten Danziger Bürgermeister.
Trauergottesdienst für den getöteten Danziger Bürgermeister.
Quelle: Wojtek Strozyk/AP/dpa

Mit großer Anteilnahme haben die Polen den erstochenen Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz verabschiedet. Der parteilose Bürgermeister wurde in der Danziger Marienkirche beigesetzt. Unter den etwa 3.500 Trauergästen waren zahlreiche Vertreter der Politik, darunter Polens Präsident Andrzej Duda und EU-Ratspräsident Donald Tusk, einst selbst Regierungschef in Polen.

Die Gedenkfeier wurde auch auf Leinwänden in anderen Städten übertragen. Für ganz Polen war Staatstrauer ausgerufen worden.

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Täter wohl psychisch krank

Adamowicz, seit 1998 Danziger Bürgermeister, war am Sonntag während einer Wohltätigkeitsveranstaltung auf offener Bühne niedergestochen worden und am Montag seinen schweren Verletzungen erlegen. Er hinterlässt seine Frau und zwei Töchter. Adamowicz, der die Aufnahme von Flüchtlingen befürwortete, wurde von extrem rechten Kreisen angefeindet.

Gegen den 27-jährigen Angreifer, einen vorbestraften Danziger, ermitteln die Behörden wegen Mordes. Als Motiv wurde Rache vermutet. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine psychiatrische Untersuchung des Mannes an. Inoffiziellen Berichten zufolge war er psychisch krank.

Angehörige verurteilen Hass und Gewalt

Die Gewalttat versetzte das Land in Schock und Trauer und führte auch zu einer politischen Debatte über Hassreden. Der heftige Streit zwischen der Opposition und Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit PiS könne zur Eskalation der Gewalt beigetragen haben, meinten Kritiker. "Das ist keine Tragödie. Das ist ein Resultat", twitterte etwa Ex-Außenminister Radoslaw Sikorski.

Adamowiczs Angehörige verurteilten während der Trauerfeier Hass und Gewalt. "Möge sich so eine Tragödie, wie sie Pawel und unsere Familie getroffen und Danzig mit Trauer bedeckt hat, nie mehr wiederholen", sagte die Witwe des Politikers, Magdalena Adamowicz. Sie mahnte ein Ende der Hasswelle an. Adamowiczs Stellvertreterin Aleksandra Dulkiewicz rief dazu auf, eine Gemeinschaft nach dem Wunsch des Politikers zu bilden: "Lasst uns offener, gastfreundlicher und solidarischer sein und Andersdenkenden mit Respekt begegnen."

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