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Politbarometer Extra - Kopf-an-Kopf-Rennen in Brandenburg

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Wenn am Sonntag in Brandenburg gewählt würde, müsste die bisher führende SPD heftige Verluste hinnehmen. Sie käme auf 21 Prozent - fast gleichauf mit der AfD, die 20 erhielte.

Grafik: Projektion Brandenburg
Grafik: Projektion Brandenburg
Quelle: ZDF

Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen zeichnen sich deutliche Gewinne für die AfD in beiden Bundesländern ab, während die bisher in Brandenburg führende SPD und die in Sachsen dominierende CDU starke Verluste hinnehmen müssen.

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich die folgenden Projektionswerte für die Parteien in Brandenburg: Die SPD käme zurzeit auf 21 Prozent, die CDU auf 18 Prozent, die Linke auf 14 Prozent, die AfD auf 20 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent und die BVB/Freie Wähler auf vier Prozent, die FDP auf fünf Prozent und die anderen Parteien zusammen auf vier Prozent.

Bei der letzten Landtagswahl 2014 war die SPD auf 31,9 Prozent gekommen, die CDU auf 23,0 Prozent, die Linke auf 18,6 Prozent, die AfD auf 12,2 Prozent, die Grünen auf 6,2 Prozent, die BVB/Freie Wähler auf 2,7 Prozent, die FDP auf 1,5 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 4,1 Prozent.

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Grundsätzlich sind bei diesen Werten auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen, weshalb ein Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde nicht auszuschließen ist. Darüber hinaus kann es bis zum Wahlsonntag für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu entscheidenden Veränderungen kommen. Zudem wissen zurzeit 44 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Gewünschter Ministerpräsident

Dietmar Woidke
Amtsinhaber Dietmar Woidke (SPD) auf Wahlkampftour
Quelle: dpa

Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten hätte, wird SPD-Amtsinhaber Dietmar Woidke von 61 Prozent gegenüber dem AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz bevorzugt, für den sich acht Prozent aussprechen. (Rest zu 100 Prozent: jeweils "kenne nicht", "weiß nicht" oder "weder noch") Im Vergleich mit dem Spitzenkandidaten der CDU, Ingo Senftleben, liegt Woidke mit 48 Prozent gegenüber 23 Prozent vorne.

Spitzenpolitiker

Bei der Frage, was die Brandenburger von führenden Politikern halten, kommt Dietmar Woidke auf den besten Wert: Er erhält jetzt auf der Skala von plus fünf bis minus fünf einen Durchschnittswert von 1,6, Ingo Senftleben wird mit 0,8 bewertet und Andreas Kalbitz mit minus 2,0. Kalbitz kann aber mangels Bekanntheit nur von knapp der Hälfte aller Befragten bewertet werden. Andere Spitzenpolitiker sind noch unbekannter, so dass entsprechende Bewertungen nicht ausweisbar sind.

Die Umfragen zu diesem Politbarometer Extra ...

... wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 19. bis 22.8.2019 unter 1.112 bzw. 1.068 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Brandenburg und Sachsen telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste Politbarometer Extra zu diesen beiden Wahlen sendet das ZDF am Donnerstag, dem 29.8.2019 im heute-journal und online auf heute.de. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de

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