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Politikerinnen verurteilen "geschmacklose" Storys

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Solidarität mit Herzogin Meghan - Politikerinnen verurteilen "geschmacklose" Storys

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Zuerst hatte die britische Boulevardpresse Meghan enthusiastisch begrüßt, dann wurde die Berichterstattung immer kritischer. 72 Parlamentarierinnen springen der Herzogin bei.

Archiv: Herzogin Meghan, die Ehefrau von Prinz Harry am 25.10.2019
Herzogin Meghan, die Ehefrau von Prinz Harry, sieht sich im "Kampf" mit britischen Boulevardmedien.
Quelle: Reuters

Herzogin Meghan, die Ehefrau von Prinz Harry, hat in ihrem Kampf gegen britische Boulevardmedien Unterstützung aus der Politik bekommen. Trotz der Brexit-Endlosschleife fanden sich 72 weibliche Abgeordnete aller Parteien zusammen, die der 38-jährigen Herzogin von Sussex in einem offenen Brief ihre Solidarität versichern.

In dem am Dienstag von der Labour-Politikerin Holly Lynch veröffentlichten Schreiben heißt es: "Als weibliche Abgeordnete aller politischen Richtungen möchten wir Ihnen unsere Solidarität ausdrücken, indem wir uns gegen die oft geschmacklose und irreführende Natur der Geschichten wenden, die in einigen unserer nationalen Zeitungen über Sie, Ihren Charakter und Ihre Familie gedruckt werden."

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Die Parlamentarierinnen schrieben weiter, es sei besorgniserregend, dass einige Geschichten veraltete und koloniale Untertöne enthielten. "Das kann nicht unwidersprochen hingenommen werden." Sie wollten ihre Möglichkeiten nutzen, um sicherzustellen, dass "unsere Presse Ihr Recht auf Privatsphäre akzeptiert und Respekt zeigt, und dass die Geschichten die Wahrheit widerspiegeln". Auch sie selbst stünden in der Öffentlichkeit, wenn auch in anderer Weise als Meghan. Sie würden aber die Herabsetzungen verstehen, die oft benutzt würden, "um Frauen in öffentlichen Ämtern davon abzuhalten, mit unserer sehr wichtigen Arbeit weiterzumachen".

Prinz Harry: "Skrupellose Kampagne"

Prinz Harry hatte Anfang Oktober Klage gegen zwei britische Zeitungsverlage wegen illegalen Abhörens von Mailbox-Nachrichten eingereicht. Zuvor hatte er sich in einem emotionalen Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt, in dem er eine "skrupellose Kampagne" gegen seine Frau Meghan beklagte. Diese verklagte die britische Zeitung "Mail on Sunday" wegen der Veröffentlichung eines privaten Briefes.

Meghan werde von der Boulevardpresse verfolgt wie einst seine Mutter Diana, die 1997 bei einem Autounfall auf der Flucht vor Paparazzi in Paris gestorben war, erklärte Harry. Die bekanntermaßen aggressive britische Boulevardpresse hatte die US-Schauspielerin zunächst mit Enthusiasmus in der britischen Königsfamilie willkommen geheißen. Später wurde die Berichterstattung zunehmend kritisch - und nahm unter anderem die zerstrittene Familie der 38-Jährigen in den USA ins Visier.

Meghan selbst hatte in einem Interview über ihre Probleme bei der Bewältigung der teils sehr kritischen Berichterstattung britischer Boulevardmedien gesprochen und die Frage, ob die vergangenen zwei Jahre "wirklich ein Kampf" waren, bejaht.

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