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Giftanschlag auf Doppelagent - Polizei: Skripal offenbar zuhause vergiftet

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Ex-Doppelagent Skripal ist offenbar zuhause vergiftet worden. An der Tür seines Hauses ist nach Polizeiangaben "die bislang höchste Konzentration" des Nervengifts gefunden worden.

Mehr als drei Wochen nach dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Skripal nahe London finden Ermittler eine neue Spur auf der Tür des Hauses in Salisbury.

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Der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury südwestlich von London bewusstlos auf einer Parkbank aufgefunden worden. Beide liegen weiterhin in einem lebensbedrohlichen Zustand im Krankenhaus.

Sonst geringere Konzentration des Gifts

Spuren des Nervengifts seien auch an anderen Stellen gefunden worden, "aber in geringerer Konzentration" als in Skripals Haus, erklärte die Polizei. Die Ermittler hatten nach dem Mordanschlag die Parkbank, einen Pub und ein Restaurant sowie das Grab von Skripals Ex-Frau abgesperrt und auf Giftspuren überprüft.

Großbritannien macht Russland für den Anschlag verantwortlich. London geht davon aus, dass bei der Tat ein Gift der Nowitschok-Gruppe aus sowjetischer Produktion zum Einsatz kam.

Drei Wochen nach dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Skripal hat die britische Polizei eine weitere Spur. ZDF-Korrespondent Andreas Stamm ordnet die aktuelle Lage ein.

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250 Ermittler, 500 Zeugen und 5.000 Stunden Videomaterial

Nach Angaben der britischen Polizei arbeiten etwa 250 Beamte an dem Fall, die Ermittlungen könnten sich über Monate hinziehen. Demnach müssen rund 500 Zeugen verhört und Aufnahmen von Überwachungskameras mit einer Gesamtdauer von 5.000 Stunden ausgewertet werden. In die Ermittlungen sind auch internationale Chemiewaffenexperten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) involviert.

Der Fall sorgte für einen diplomatischen Schlagabtausch zwischen dem Westen und Russland. Die britische Regierung und ihre Verbündeten ordneten als Reaktion auf das Attentat die Ausreise russischer Diplomaten an. Insgesamt sind fast 150 Russen von den Ausweisungen betroffen, darunter 23 in Großbritannien. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück und kündigte eine Reaktion auf die Strafmaßnahmen an.

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