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Sonderkommission ermittelt - Gift-Erpressung: Polizei überprüft Verdächtigen

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Im Fall des Supermarkt-Erpressers hat die Polizei einen Mann vorläufig festgenommen. Unklar ist, ob er wirklich der Gesuchte ist. Der Erpresser hatte in Geschäften in Friedrichshafen Babynahrung vergiftet und einen Millionenbetrag gefordert. Bei Nichtzahlung droht er, bundesweit Lebensmittel zu vergiften.

Im Fall des Supermarkterpressers aus Konstanz hat die Polizei bisher zwar keine heiße Spur, es gebe aber "vielversprechende Hinweise". Der Erpresser hat damit gedroht, am Wochenende 20 weitere vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen.

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Bei der Fahndung nach einem Supermarkterpresser am Bodensee überprüft die Polizei weiterhin einen ersten Verdächtigen. Weitere Angaben zu dem Festgenommenen konnte die Polizei in Konstanz in der Nacht zu Samstag jedoch nicht machen.

Polizeisprecher Markus Sauter hatte am Freitag betont, dass es keineswegs feststehe, ob es sich bei dem Festgenommenen tatsächlich um den gesuchten Tatverdächtigen handele.Den Angaben nach wurden die Ermittler der Sonderkommission durch Hinweise der Bevölkerung auf den Mann in einer Gemeinde im Landkreis Tübingen aufmerksam. Er befinde sich derzeit in Polizeigewahrsam und werde vernommen.

Fahndung auch im Ausland

Die Polizei hatte am Donnerstag Fahndungsbilder eines dringend tatverdächtigen Mannes veröffentlicht. Der unbekannte Täter hatte in einer E-Mail an die Polizei, den Verbraucherschutz und mehrere Lebensmittelkonzerne vom Mitte September damit gedroht, bis Samstag 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen. Er forderte einen niedrigen, zweistelligen Millionenbetrag. Schon Mitte September waren fünf mit Ethylenglycol vergiftete Gläschen mit Babynahrung in Friedrichshafen entdeckt worden.

Auf einem Fahndungsfoto der Polizei in einer Filiale eines Handelskonzerns wird ein mutmaßlicher Lebensmittelerpresser gezeigt
Mit diesem Foto sucht die Polizei nach einem Verdächtigen. Quelle: dpa

Angaben darüber, welche Produkte und welche Filialen konkret betroffen sein sollen, machte der Täter nicht. Gefahndet wird nach ihm auch im Ausland, vor allem in Österreich und der Schweiz.

Die Sonderkommission "Apfel" mit mehr als 220 Beamten geht von einem sehr skrupellosen Täter aus. Außer der Droh-Mail gab es bislang keinen weiteren Kontakt mit dem Erpresser. Die Ermittlungsbehörden setzen auf Mithilfe der Bevölkerung. Im Polizeipräsidium Konstanz nehmen etwa ein Dutzend Mitarbeiter rund um die Uhr Hinweise entgegen. Bei der Polizei gingen deutschlandweit zahlreiche Hinweise ein. Angestellte einer Drogerie-Filiale im niedersächsischen Peine hatten etwa einen Mann beobachtet, der dem mutmaßlichen Erpresser ähnlich gesehen habe. Die Polizei sei sich nach Auswertung des Videomaterials sehr sicher, dass der Mann nur eingekauft habe, sagte ein Sprecher.

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