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Nach Angriff auf Magnitz - Polizei veröffentlicht Fahndungsvideo

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Zum Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz haben Bremer Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt ein Fahndungsvideo veröffentlicht. Gesucht werden drei Tatverdächtige.

Nach dem Angriff auf den Bremer AFD Chef Frank Magnitz hat die Polizei nun ein Video des Vorfalls veröffentlicht um nach den Tätern zu fahnden. Für Hinweise gibt es 3000 Euro Belohnung.

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Vier Tage nach der Attacke auf den Bremer AfD-Landeschef und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz haben die Ermittler den Fahndungsdruck auf die Täter erhöht. Sie veröffentlichen am Freitag ein Video der Tat und setzten eine Belohnung von 3.000 Euro für entscheidende Hinweise auf die drei Unbekannten aus. Laut Pressemitteilung ist der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 04 21/ 3 62 38 88 für Zeugen erreichbar.

Sicherheitskameras zeichneten Tat auf

Ermittelt wird in diesem Fall wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Das Video zeigt (zum Teil in Zeitlupe) die relevanten Sequenzen des Ablaufs in ihrer Rohfassung, aufgenommen von zwei Überwachungskameras in der Sankt-Pauli-Passage beim Theater am Goetheplatz in Bremen.

Magnitz war bei der Attacke vom Montagabend verletzt worden, Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von politischen Motiven aus. Die Aufnahmen zeigen die drei Täter, die dem 66-Jährigen folgten. Einer schlug diesen von hinten nieder, danach rannten sie davon. Das Video war über die Homepage der Bremer Polizei abrufbar.

Beamte prüfen Bekennerschreiben

Der Angriff auf Magnitz hatte parteiübergreifend für Empörung gesorgt und Warnungen vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft laut werden lassen. Kurzzeitig war laut Polizei im Internet ein Bekennerschreiben einer Gruppe namens "Antifaschistischer Frühling" aufgetaucht, die in Bremen bislang nicht in Erscheinung getreten war. Die Beamten, die wegen gefährlicher Körperverletzung ermitteln, prüfen dessen Echtheit.

Mit der gerichtlich genehmigten Veröffentlichung des Tatvideos untermauerten die Ermittler zugleich auch ihre Darstellung des Ablaufs. Die AfD hatte hingegen zumindest in einer ersten Stellungnahme von einem "Mordanschlag" gesprochen und von Schlägen mit einem Kantholz und Tritten gegen den Kopf des Opfers. Inzwischen relativierte aber auch die Bremer AfD ihre Darstellung. Diese sei aufgrund von Schilderungen zustandegekommen, die Magnitz kurz nach dem Überfall im Krankenhaus abgegeben habe, hatte sie am Mittwoch mitgeteilt. Dieser habe sich dabei wiederum auf einen Handwerker berufen, der als Zeuge am Tatort gewesen sei.

Nach Angaben der Polizei hatten zwei Handwerker, die in der Nähe ihren Wagen beluden und auch auf dem Video zu sehen waren, den am Boden liegenden Magnitz unmittelbar nach der Attacke bemerkt und Hilfe geholt. Im Interview mit dem "Spiegel" betonte einer dieser Zeugen, sie hätten die eigentliche Tat nicht beobachtet. Er habe lediglich die Schreie von Magnitz gehört und diesem erste Hilfe geleistet, berichtete er.

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