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Präsidentschaftswahlen in Kenia - Nach Kenyattas Sieg: Tote bei Protesten

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Nach dem offiziellen Wahlsieg von Amtsinhaber Uhuru Kenyatta bei der Präsidentenwahl in Kenia ist es zu gewaltsamen Protesten von Anhängern der Opposition gekommen. Dabei gab es Tote: Die Polizei habe in der Stadt Kisumu zwei Menschen erschossen, erklärte Regionalkommandeur Leonard Katana.

Der amtierende kenianische Präsident Uhuru Kenyatta wurde von der Wahlkommission zum Sieger erklärt. Der 55-Jährige erhielt 54 Prozent der Stimmen. Sein Kontrahent Raila Odinga erhob Betrugsvorwürfe.

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In Kisumu genießt der unterlegene Oppositionskandidat Raila Odinga starke Unterstützung. Weitere fünf Menschen seien dort von Schüssen verletzt worden, sagte Polizeikommandeur Katana. In einem Slum in der Hauptstadt Nairobi eröffnete die Polizei am Samstag das Feuer, um protestierende Anhänger der Opposition zu vertreiben. Diese hatten Straßen blockiert und Barrikaden in Brand gesetzt. Ein Augenzeuge  sah, wie Polizisten in der Gegend von Mathare mit scharfer Munition schossen.

Kenyatta ruft zur Versöhnung auf

Die Wahlkommission hatte Kenyatta am Freitag zum Sieger erklärt. Der 55-Jährige erhielt demnach bei der Wahl am vergangenen Dienstag 54,27 Prozent der Stimmen, sein Gegner Odinga 44,74 Prozent. Die Kommission bezeichnete die Wahl als "glaubwürdig, fair und friedlich". Auch Internationale Wahlbeobachter hatten die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am Dienstag für weitestgehend frei erklärt. Nachdem die Opposition Betrugsvorwürfe erhoben hatte, rief Kenyatta das ostafrikanische Land zur Einheit auf. Er reiche Odinga und all dessen Anhängern die Hand, sagte er.

Odingas Parteienbündnis Nasa erkannte das Ergebnis nicht an und nannte es eine "Farce". Laut Opposition hatten sich Hacker Zugang zur Datenbank der Wahlkommission verschafft und die Ergebnisse manipuliert. Die Kommission bestätigte zwar einen Angriff, erklärte aber, dieser sei gescheitert. Der 72-jährige Odinga, der zum vierten Mal als Kandidat für die Präsidentschaft antrat, hatte die Wahl schon im Vorfeld als "Betrug" bezeichnet.

Der frühere Ministerpräsident Odinga hatte bereits die Wahl im Jahr 2007 verloren. Damals war es im Anschluss an die Abstimmung zu Gewalt gekommen, bei der mehr als 1.000 Menschen getötet wurden. Gegen Kenyatta verlor Odinga auch die Wahl 2013. Er brachte damals Wahlmanipulationsvorwürfe vor den Obersten Gerichtshof, der sein Anliegen aber ablehnte.

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